Gewalt im Sport

Runder Tisch in Bern beschliesst Massnahmen gegen Gewalt im Sport

YB-Fans feuern ihr Team an (Archiv)

YB-Fans feuern ihr Team an (Archiv)

Die beiden Berner Sportclubs Young Boys Bern und SC Bern sowie Vertreter der Fanarbeit und der Kantonspolizei haben in einer Arbeitsgruppe Massnahmen gegen Gewalt im Sport beschlossen. Dazu gehört, dass der Fussballklub YB die Fanarbeit weiter aufstockt.

YB will auch ein Leitbild namens "YB-Fan" ausarbeiten und plant ein Lokal als Treffpunkt für die Fans. Bereits vor einer Woche gab YB bekannt, dass im Gästesektor des Stade de Suisse künftig nur noch Light-Bier ausgeschenkt werden soll und die Eingangskontrollen verschärft werden.

Der Schlittschuhclub Bern hat neu ein Führungszentrum im Stadion geschaffen und wird die Videoüberwachung flächendeckend ausbauen. Hauptziel der Massnahmen ist, dass in den Stadien wieder vermehrt der Sport im Zentrum steht, wie die Berner Regierungsstatthalterin Regula Mader mitteilte.

Sie hatte die Clubs, Fanarbeit und Polizei im Dezember 2008 zu Rundtisch-Gesprächen zur Eindämmung von Gewalt eingeladen. Vier davon fanden statt.

Auch Mader selber prüft zur Verbesserung der Situation Massnahmen, etwa ein Alkoholverkaufsverbot bei Hochrisikospielen in und um die Stadien oder die Beschränkung auf Light-Produkte.

Einen Runden Tisch zu Gewalt in Stadien gibt es auch auf nationaler Ebene. Im Juni sagte Bundesrat und Sportminister Ueli Maurer nach dem sechsten Treffen, die Fanarbeit müsse gestärkt werden. Zudem müssten künftig Krawallmacher besser identifiziert werden können.

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