Streikaktion

Rund 5000 Abonnenten wegen Warnstreik im Raum Zürich ohne Zeitung

Zuvo-Angestellte haben genug

Zuvo-Angestellte haben genug

Rund 5000 Abonnenten im Raum Zürich haben am Morgen auf ihre Zeitung verzichten müssen. Die Zeitungsverträger protestieren mit einer Streikaktion gegen Lohnsenkungen von bis zu 20 Prozent. Sie haben ihrer Arbeitgeberin Zuvo AG ein Ultimatum gestellt.

Etwa 60 Zeitungsverträgerinnen und -verträger hatten sich am Morgen ab 4 Uhr im Zürcher Volkshaus versammelt. Zur Protestversammlung und dem Warnstreik hatten die Mediengewerkschaften Comedia und Kommunikation aufgerufen.

Diese fordern die Geschäftsleitung der Zustellorganisation Zuvo (50 Prozent Tamedia, 50 Prozent NZZ) auf, die im März angekündigten Lohnsenkungen von bis zu 20 Prozent zurückzunehmen und mit den beiden Gewerkschaften ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen.

Dazu haben sie ein Ultimatum bis nächsten Montag gestellt. Andernfalls drohen sie mit weiteren Aktionen. Eine Lohnkürzung von bis zu 20 Prozent könne in der gegenwärtigen Krisensituation für Personen in einem Tieflohngebiet zu ernsthaften Problemen führen, erklärten die Gewerkschaften.

Die Zuvo mit rund 3600 Angestellten ist zuständig für die Zeitungsfrühzustellung in Zürich und grossen Teilen der Ostschweiz. Am Streik hätten sich rund 2 Prozent der 2200 von den Lohnreduktionen betroffenen Zuvo-Angestellten beteiligt, relativierte Zuvo-Mediensprecherin Sonja Levy auf Anfrage die Aktion. Rund ein Prozent der Zeitungen seien nicht rechtzeitig zugestellt worden.

Laut Levy hat ein grosser Teil der Zuvo-Angestellten die neuen Verträge mit den tieferen Löhnen bereits unterzeichnet.

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