Der Rumpf des Flugzeugs des Typs Tecnam P 62 war am Sonntagabend rund 500 Meter vom Seeufer entfernt in einer Tiefe von 50 Metern geortet worden, wie die Einsatzkräfte am Montag informierten. Taucher bereiteten das Wrack zur Bergung vor, das danach mit Hilfe eines Feuerwehrkrans aus der Tiefe gehoben wurde.

Der tote Pilot befand sich noch angeschnallt auf seinem Sitz. Die Leiche des unbekannten, 20 bis 30 Jahre alten Passagiers befand sich ausserhalb des Wracks in der Nähe der Trümmer. Sein Sitz war beim Aufprall des Kleinflugzeugs auf dem Wasser herausgerissen worden. Die Leichen werden gerichtsmedizinisch obduziert.

Handy könnte Aufschluss geben

Die Identität des Passagiers ist ein Rätsel. Laut Stefan Schlosser vom Vorarlberger Landeskriminalamt blieben die bisherigen Abklärungen erfolglos. Aufschluss erhofft sich die Polizei von einem Handy mit Prepaid-Karte, das bei den Trümmern gefunden wurde.

Man habe am Flugplatz Hohenems, von wo aus das Flugzeug startete, kein Fahrzeug gefunden, sagte Schlosser. Der Tote habe keine Dokumente auf sich getragen. Dass anscheinend niemand den Mann vermisse, sei "auch für uns überraschend".

Absturz-Ursache unklar

Unklar ist auch die Unfallursache. Da es an Bord der Maschine keine Aufzeichnungsgeräte gab, müssen sich die Experten auf die Interpretation der Wrackteile verlassen.

Der Pilot des Flugzeugs, der als erfahren gilt, hatte nach dem Start keinen Funkkontakt mehr. Die Ermittlung der Absturzursache könne Wochen oder Monate dauern, hiess es.

Nach der Bergung wurden alle Wrackteile zu einer Sammelstelle gebracht und einem Flugunfall-Experten des Verkehrsministeriums vorgelegt. Der Vorarlberger Landesrat (Landesregierung) Erich Schwärzler überbrachte den Angehörigen sein Beileid und dankte den Rettungskräften für ihren Einsatz.