Beim Verlassen des Gerichtssaales schlug Villepin versöhnliche Töne an. Vor Journalisten sagte er, Präsident Nicolas Sarkozy die Hand ausstrecken zu wollen. "Ich möchte eine neue Seite aufschlagen und in die Zukunft schauen", sagte Villepin.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten und eine Geldstrafe in Höhe von 45'000 Euro für Villepin gefordert.

Der ehemalige Premierminister hat sich nach Auffassung der Anklage im Jahr 2004 in einem Komplott gegen Sarkozy "zum Mittäter gemacht". Villepin habe die Veröffentlichung gefälschter Kontenlisten des Luxemburger Finanzinstitutes Clearstream, die Sarkozy als Empfänger von Schmiergeldzahlungen darstellen sollten, "durch sein Schweigen gebilligt".

Beide Männer strebten seinerzeit die Nachfolge von Staatschef Jacques Chirac an.