Mexiko

Rücktritt nach Häftlings-Befreiung in Mexiko

Gefängnis-Befreiungsaktion in Mexiko

Gefängnis-Befreiungsaktion in Mexiko

Nach der Befreiung von 53 teils extrem gefährlichen Häftlingen aus einem Gefängnis im mexikanischen Staat Zacatecas ist der regionale Sicherheitsbeauftragte, Alejandro Rojas Chalico, zurückgetreten. Das teilte die Regionalregierung mit.

Zuvor waren bereits der frühere Direktor der Haftanstalt, der Leiter der Wachen sowie 44 Wachmänner und 5 Polizisten für 30 Tage in Untersuchungshaft genommen worden. Damit soll die Beseitigung von Beweisen verhindert werden.

Die Befreiungsaktion war am vergangenen Samstag ohne einen Schuss binnen fünf Minuten abgelaufen. Auf Bildern der Überwachungskameras war zu sehen, wie Gefängniswachen die Tore öffneten.

Vermutlich arbeiteten sie mit den als Polizisten verkleideten Mitgliedern des Überfallkommandos zusammen. Interpol hatte nach dem Ausbruch eine internationale Sicherheitswarnung herausgegeben.

Bei vielen der befreiten Häftlinge handelte es sich nach Regierungsangaben um Mitglieder des Golf-Kartells. Dieses Kartell ist eine der mächtigsten kriminellen Banden Mexikos und beherrscht grosse Teile des Drogenschmuggels.

Nach Angaben von Interpol wurden elf der Befreiten als besonders gefährlich eingestuft. Deshalb sei die weltweite Sicherheitswarnung herausgegeben worden. Interpol versandte Steckbriefe der gesuchten Verbrecher an alle 187 Mitgliedstaaten der internationalen Polizei und rief dazu auf, bei Grenzkontrollen verschärft darauf zu achten.

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