SP
Rudolf Strahm: Die SP ist keine Arbeiterpartei mehr

Im Vorfeld des 125-Jahre-Jubiläums der SP meldet der langjährige Nationalrat Rudolf Strahm Kritik an. Die SP sei zwar im Vergleich zu anderen Parteien gut aufgestellt sei und auch besser als vor 25 Jahren, sagt Strahm im Interview mit der "NZZ am Sonntag".

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Rudolf Strahm treibt viel Sport (Archiv)

Rudolf Strahm treibt viel Sport (Archiv)

Keystone

Der Ökonom und frühere Preisüberwacher führt dies darauf zurück, dass die SP die Interessen der Angestellten in der Wirtschaft zu stark vernachlässigt. "Sie ist keine Arbeiterpartei mehr, sie ist elitärer geworden und eine Partei städtischer Mittelschichten. Damit ist sie soziologisch zu schmal aufgestellt." Als er und Simonetta Sommaruga mit einem modernen und wirtschaftsnahen Kurs 2003 für den Nationalrat kandidierten, habe die SP sogar im ländlichen Kanton Bern 28 Prozent Wähleranteil erzielt. Heute sei dieser wieder unter 20 Prozent gefallen. "Das zeigt, wie sich die SP soziologisch und ideologisch verengt hat", sagt Strahm.

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