Hochwasserschutz Surbtal
Rückhaltebecken sollens richten

Voraussichtlich bis Ende Jahr ist das Bauprojekt «Hochwasserschutz Surbtal» fertig ausgearbeitet.

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Aargauer Zeitung

Michael Hunziker

«Das Vorhaben ‹Hochwasserschutz Surbtal› ist auf Kurs», sagt Projektleiter Urs Zehnder vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Landschaft und Gewässer. «Wir sind im Terminplan.» Konkret: Momentan wird die Planung vorangetrieben, das Bauprojekt wird ausgearbeitet, die Details werden geklärt, die spätere Umsetzung der Massnahmen wird koordiniert. Zur Begleitung der kantonalen Stellen ist eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Gemeinden, Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz gebildet worden.

Mehr Schutz, weniger Schäden

Rückblick: Das Vorprojekt ist im November 2007 an einer Informationsveranstaltung in Endingen vorgestellt worden. Das Ziel war schon damals klar: Die Bevölkerung soll vor einem Hochwasser geschützt werden, wie es alle 100 Jahre zu erwarten ist. Mit den bisher im Surbtal getroffenen Massnahmen sollen im Siedlungsgebiet bei einem Hochwasser, wie es laut Statistik alle 20 Jahre auftritt, grössere Schäden verhindert werden.

Neu erstellt werden - als Kernstücke - zwei Hochwasserrückhaltebecken. Eines befindet sich im «Ried» bei Ehrendingen. Es hat ein Rückhaltevolumen von rund 140 000 Kubikmetern und besteht aus einem etwa 130 Meter langen und 5,5 Meter hohen Damm. Das andere wird im Gebiet Chilwis/Häuli oberhalb von Endingen realisiert.

Die Rede ist von einem Rückhaltevolumen von etwa 95 000 Kubikmeter und einem rund 140 Meter langen und 5 Meter hohen Damm. Daneben sind diverse, weitere lokale Vorkehrungen geplant - unter anderem beim Lochbach in Endingen sowie beim Mühlewehr, am Rickenbach und im Industriegebiet in Lengnau. Die Kosten sind auf 12,8 Mio. Franken veranschlagt. Sie werden von Bund und Kanton sowie den Gemeinden Lengnau, Endingen, Unterendingen, Tegerfelden und Döttingen getragen.

Aufwändiges Verfahren

Bis Ende dieses Jahres soll das fertige Bauprojekt vorliegen. Am Grundprinzip des Vorprojektes mit den beiden Rückhaltebecken ändere sich nichts mehr, fasst Zehnder zusammen. «Mit Überraschungen technischer Art rechnen wir nicht.»

Mitte Dezember ist ein weiterer Informationsanlass für die Bevölkerung vorgesehen. Im Anschluss folgt die öffentliche Auflage. Wann die Bauarbeiten beginnen, sei zurzeit aber schwierig abzuschätzen, meint Zehnder. «Bei einem Vorhaben dieser Grössenordnung kann die Bewilligungsphase mit Landerwerb, Einsprachemöglichkeiten und Submission lange dauern.» Verlaufe alles reibungslos, erfolge der Startschuss im Sommer 2011.

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von zweieinhalb Jahren. Die Dauer hängt laut Zehnder aber stark von der Vorgehensweise ab. Noch stehe nicht fest, ob die geplanten Vorhaben miteinander oder nacheinander ausgeführt würden.

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