Ruanda

Ruandischer Ex-Minister wegen Völkermords verurteilt

Ruandischer Ex-Minister ist verurteilt

Ruandischer Ex-Minister ist verurteilt

Der ehemalige ruandische Vize-Innenminister Callixte Kalimanzira ist wegen seiner Rolle während des Völkermords im Jahr 1994 zu einer Haftstrafe von 30 Jahren verurteilt worden.

Das Internationale Tribunal für den Völkermord in Ruanda mit Sitz im tansanischen Arusha sah die Schuld des heute 54-jährigen Ex-Politikers am Tod mehrerer Tausend Menschen der Tutsi-Minderheit im südruandischen Butare als erwiesen an. Das berichtete der britische Rundfunksender BBC.

Die Staatsanwaltschaft hatte Kalimanzira vorgeworfen, tausende verfolgte Tutsi auf einen Hügel gelockt zu haben. Statt des versprochenen Schutzes wurden sie dort von Milizen und Polizisten erwartet, die die Flüchtlinge buchstäblich abschlachteten. Der im Jahr 2005 verhaftete Ex-Minister hatte sich für nicht schuldig erklärt.

Während des Völkermords in Ruanda ermordeten radikale Hutu-Milizen in nur 100 Tagen rund 800 000 Tutsi und gemässigte Hutu.

Das Tribunal in Arusha, das den Hauptverantwortlichen für den Völkermord den Prozess macht, soll seine Arbeit eigentlich zum Jahresende einstellen. Das Gericht hat angesichts der noch anstehenden oder dauernden Verfahren bereits um eine Verlängerung seiner Amtszeit gebeten.

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