Rotation des israelischen Ministerpräsidenten von Kadima gefordert

Livni und Netanjahu (r)

Livni und Netanjahu (r)

Die rechtsorientierte Likud-Partei von Benjamin Netanjahu und die Kadima der bisherigen Aussenministerin Zipi Livni haben die vor zwei Wochen abgebrochenen Gespräche über eine Regierungskoalition in Israel wieder aufgenommen.

Das israelische Radio berichtete, die der politischen Mitte zugerechnete Kadima-Partei wolle der künftigen Regierung nur beitreten, falls Likud einer Rotation von Netanjahu und Livni im Amt des Ministerpräsidenten zustimme.

Führende Mitglieder beider Parteien bestätigten nach Informationen des Senders die bisher geheim gehaltenen Kontakte. Netanjahu und Livni selbst hätten vor wenigen Tagen erneut ein privates Gespräch geführt, hiess es.

Der 59-jährige Netanjahu war nach den Parlamentswahlen am 10. Februar mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Der Likud-Chef und die Kadima-Vorsitzende Livni hatten Ende Februar erste Sondierungsgespräche über die Bildung einer grossen Koalition wegen des Streits über die künftige Palästinenserpolitik abgebrochen.

Netanjahus Likud führt ungeachtet der Kontakte zu Kadima auch Koalitionsverhandlungen mit ultrarechten und ultrareligiösen Parteien weiter. Der bisherige Oppositionschef wollte sich am Abend mit dem Vorsitzenden der ultranationalistischen Israel Beitenu Partei (Unser Haus Israel) von Parteichef Avigdor Lieberman erneut treffen.

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