Kreditabrechnungen
Rostbalken teurer, Kreisel billiger

In Ennetbaden liegen grosse Kreditabrechnungen vor. Sie werden an der Gmeind vom 18. Juni präsentiert.

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Aargauer Zeitung

Markus Dasen

«Wir sind stolz auf dieses Bauwerk, das im Vorjahr die beiden Preise ‹Prix Acier› und ‹Flâneur d'Or› gewonnen hat», sagt Gemeindeammann Basil Müller zur prestigeträchtigen Verbindung zwischen Ennetbaden und Baden. Für den Limmatsteg «Limmatau», der im Volksmund auch «Rostbalken» genannt wird, hat die Gemeinde aber tiefer in die Tasche greifen müssen als im bewilligten Kredit vorgesehen war. Mit 2,15 Mio. Franken liegt der Kostenanteil 297 000 Franken höher. Die Bauteuerung von über 6 Prozent wegen hoher Stahlpreise zum Zeitpunkt des Baus ist dabei berücksichtigt. Baden und Ennetbaden teilen sich die Kosten auf, insgesamt betragen sie 4,78 Mio. Franken.

Der Bau des Stegs inklusive Lift zum Badener Bahnhofplatz, der im Juni 2006 startete und ein Jahr dauerte, wurde vor allem wegen Mehrleistungen teurer. Dazu gehört die künstlerische Gestaltung der Glasbrüstungen beim Steg. Dass der Fussgängersteg mit der Liftverbindung zum Bahnhofplatz beliebt ist, zeigen die rund 1000 Fahrtbewegungen, die der Lift täglich ausführt.

Der Kreisel kostet weniger

Mit dem Ziel, eine der gefährlichsten Strassenkreuzungen der Region zu eliminieren, hat die Gemeindeversammlung einen Kredit von 3,54 Mio. Franken als Gemeindeanteil an den Kreisel beim Landvogteischloss bewilligt. Die Bauarbeiten fanden zwischen Februar 2006 und August 2007 statt. Die Kosten liegen rund 476 000 Franken unter dem bewilligten Kredit. Dieser konnte unter anderem dadurch derart deutlich unterschritten werden, dass die Arbeiten günstig vergeben werden konnten. Auch die Ausführung des Baus war billiger als geplant. Weiter wurden für 2,45 Mio. Franken Werkleitungen erneuert im Bereich Umfahrung/Zentrum, Trotten- und Schlierenstrasse und diese beiden Strassenzüge auch noch saniert.

Steuerertrag hat zugenommen

«Berücksichtigt man die hohen Investitionen, können wir eine sehr gute Rechnung vorweisen», sagt Gemeinderätin Elisabeth Hauller. Im Jahr 2008 hat Ennetbaden 6,78 Mio. Franken investiert, inklusive Eigenwirtschaftsbetriebe. Die Gesamtinvestitionen liegen damit 944 000 Franken über dem Budget. Die Investitionen konnten zu 71 Prozent selber finanziert werden.

Ennetbadens langfristige Schulden haben sich um 2 Mio. Franken auf 9,52 Mio. erhöht. Der Steuerertrag lag 2008 um 9,7 Prozent über dem Budget. Hat Ennetbaden im Jahr 2007 noch 10,9 Mio. Franken aus Einkommens- und Vermögenssteuern eingenommen, waren es im Rechnungsjahr 12,3 Mio. Der Steuerfuss lag in beiden Jahren bei 100 Prozent.

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