Rollsportanlage zum Zweiten

Verwitterung und fehlendes Engagement – bereits nach fünf Jahren war die Rollsportanlage Baden-Dättwil ein Schatten ihrer selbst. Nun wird sie erneuert und die Verantwortlichen wollen im zweiten Anlauf alles besser machen.

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Morsches Holz, verwitterte Fahrbahn, rostiges Eisen – so war die Rollsportanlage unter BMX- und Skateboard-Fahrern bekannt. Und dies nur fünf Jahre nach der Fertigstellung 2004. Der Grund für die zunehmende Verlotterung: Die Anlage wurde zwar von allen gern genutzt, aber von keinem gern gewartet. «Der für die Anlage zuständige Verein verfügte leider über wenig engagierte und aktive Mitglieder», so Diana Rojas von der Jugendarbeit der Stadt Baden, die das Projekt betreut.

Nägel mit Köpfen

Vor einem Jahr wurde dann der Rollsportverein mit einem Dutzend engagierten jungen Erwachsenen wiederbelebt – und dieser macht jetzt Nägel mit Köpfen. Unter der Leitung der Jugendarbeit Stadt Baden startete die Gruppe im März 2008 eine Initiative für eine umfassende Renovation der rund 1000 Quadratmeter grossen Anlage.

Nicht nur die Neuplanung des Parks, sondern auch die Erweiterung des Vereins stand im Vordergrund. «Wir haben insbesondere darauf geachtet, dass der Verein gleichwohl aus BMX- und Skateboard-Fahrern besteht», sagt Rojas. Unter der Federführung von «Skater-Präsident» Silvio Barro wurde das Projekt Wiederaufbau Rollsportanlage im letzten Oktober angegangen.

Während Barro sich mit Unterstützung der Badener Jugendarbeit um das Konzept kümmerte, entwarfen Adrian Wendel und Sebastian El Idrissi zusammen mit Freiwilligen einen ersten Plan des Parks. Dieser soll nun in zwei Bereiche aufgeteilt werden, damit sich die BMXler und Skater nicht in die Quere kommen.

Das Budget von rund 75 000 Franken konnte dank der Unterstützung des Kantons, der städtischen Jugendarbeit und einiger anderer Sponsoren zusammengetragen werden. «Dazu kommen zusätzlich hohe Eigenmittel und Eigenleistungen der Vereinsmitglieder», sagt Barro.

Inzwischen sind die Bauarbeiten in vollem Gang. Nachdem die Skater und BMXler Anfang Jahr selbst Hand angelegt und die Holzkonstruktionen abgerissen hatten, werden jetzt verschiedene Betonelemente für den Skateboard-Bereich gegossen. «In ein paar Wochen werden dann die Rampen für die BMX-Fahrer montiert», sagt Barro.

Mitglieder gesucht

Eröffnet werden soll die Anlage dann am 27. und 28. Juni. Die Jugendarbeit Stadt Baden und der Rollsportverein hoffen, dass sich viele neue Mitglieder melden, um die Zukunft des Vereins und der Anlage zu sichern. Rojas: «Denn wir haben es ja bereits erlebt – ohne Verein keine Rollsportanlage.»