TV-Talk
Roger Köppel: «Ich bin kein Hetzer, aber ...» – Deshalb will die SVP radikalem Islam Grenzen setzen

Nach der CVP lanciert nun auch die SVP die Wertedebatte um den Islam. Damit rückt das Thema in den Fokus des Wahlkampfs 2019. In der Sendung «TalkTäglich» lieferten sich SVP-Nationalrat und «Weltwoche»-Chef Roger Köppel und SP-Kantonsrat Fabian Molina eine hitzige Diskussion.

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Grenzen setzen will SVP-Nationalrat Roger Köppel, wie er sagt. Und zwar dem radikalen Islam. «In vielen Ländern und auch in der Schweiz haben die Leute die Nase voll von diesem radikalen Islam und von der Toleranz der Behörden, die dessen Ausbreitung zulassen.»

Dazu hat die SVP am vergangenen Wochenende an der Delegiertenversammlung 20 Massnahmen verabschiedet. «Der radikale Islam ist eine Bestie und eine Bedrohung für die Schweiz», sagte SVP-Präsident Albert Rösti dazu.

Der Zürcher SP-Kantonsrat und ehemalige Juso-Chef Fabian Molina ist nicht einverstanden mit der von der SVP lancierten Debatte. «Die SVP treibt einen Keil zwischen die Schweizer Christen und die muslimische Wohnbevölkerung.»

Molina betonte wiederholt, dass das Schweizer Recht dem Extremismus bereits klare Schranken setze. Ein «Gesinnungs-Strafrecht» jedoch entspreche nicht der freiheitlichen Schweiz.

«Ich bin kein Hetzer», betont «Weltwoche»-Chef Köppel. «Aber bei uns gelten unsere Regeln und da müssen sich auch die Muslime dran halten. Und ich würde mir wünschen, dass die SP, die sich sonst für Gleichberechtigung oder Frauenrechte einsetzt, dies mit derselben Vehemenz auch in diesem Bereich tun würde, wo diese am meisten verletzt wird: in diesen Scharia-Kulturen des Islams.»

Das war der Moment kurz vor Halbzeit der TV-Debatte auf Tele Züri, als die Diskussion sich zuspitzte und recht klar wurde, dass Köppel und Molina, SVP und SP, in dieser Sache das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben. Moderator Markus Gilli musste immer mal wieder Feuer löschen und das Gespräch in andere Bahnen lenken. (smo)