Schutz vor Rasern

RoadCross startet Unterschriftensammlung für Raser-Initiative

Strassenopfer-Stiftung sammelt Unterschriften für die "Schutz vor Rasern"-Initiative

Strassenopfer-Stiftung sammelt Unterschriften für die "Schutz vor Rasern"-Initiative

Strassenrowdys härter anfassen: Die Volksinitiative «Schutz vor Rasern» will extreme Tempobolzer mindestens zwei Jahre von der Strasse verbannen oder mit Gefängnis bestrafen. Zusammen mit Parlamentariern von links bis rechts hat die Strassenopfer-Stiftung RoadCross das Volksbegehren lanciert.

"Raser sind Kriminelle und müssen auch so behandelt werden", sagte SVP-Nationalrat Adrian Amstutz vor den Medien in Bern. So verlangt die Volksinitiative mindestens ein bis vier Jahre Gefängnis für Raser, die das Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingehen. Heute drohen einem Raser nach einem tödlichen Unfall höchstens drei Jahre Freiheitsentzug.

Weiter setzt das Initiativkomitee auf die abschreckende Wirkung des Führerscheinentzugs: Schon beim ersten Mal müssten Raser mindestens zwei Jahre ihre Fahrerlaubnis abgeben. Wiederholungstäter sollen für immer von den Strassen verbannt werden. Die Initiative sieht dabei frühestens nach zehn Jahren eine psychologische Überprüfung des Fahrverbots vor.

In der ganzen Schweiz sind gemäss RoadCross jedes Jahr weit über tausend Raser unterwegs. Damit seien aber keinesfalls alle Autofahrer gemeint, die einmal zu schnell fahren, hielt der Zürcher SP-Nationalrat Daniel Jositsch fest. Die Eidgenössische Volksinitiative wolle Autofahrer bestrafen, die vorsätzlich andere gefährden.

Das betreffe extreme Tempobolzer, die innerorts über 100 Stundenkilometer schnell fahren, ausserorts mit über 140 Stundenkilometern unterwegs sind oder auf der Autobahn das 200er-Limit übertreffen.

Er unterstütze die Initiative, weil die Bevölkerung vor den "Raserrambos" geschützt werden müsse, hielt der FDP-Nationalrat Peter Malama fest. "Das ist keine Frage von links oder rechts", sagte der Basler mit Blick auf die anderen Mitglieder des Initiativkomitees. Diesem gehören neben Angehörigen von Raseropfern eidgenössische Parlamentarier aller Fraktionen an.

Gemäss Angaben aus dem Bundesblatt haben die Initianten bis am 27. Oktober 2011 Zeit, die nötigen 100'000 beglaubigten Unterschriften zusammenzubringen.

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