Fachtagung
Richtige Masse für Skater-Anlagen

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) sorgt mit ihren Fachtagungen in Büel dafür, dass die Sicherheitsdelegierten in den Gemeinden auf dem neuesten Stand sind. Zum Beispiel über die Normen bei Skater-Anlagen.

Merken
Drucken
Teilen
28_skaten_fhe.jpg

28_skaten_fhe.jpg

Limmattaler Zeitung

Daniel von Känel

Aus verschiedenen Gemeinden aus dem Limmattal und darüber hinaus sind sie angereist, die Sicherheitsdelegierten der Gemeinden. «An diesen Tagungen können sie ihr Handbuch erneuern und sich über aktuelle Entwicklungen informieren», sagt Peter Wihler von der BfU. Denn: «Die Sicherheitsdelegierten sind wichtig für uns», sagt Wihler.

Freie Fläche und ein Geländer

Einmal jährlich finden diese Tagungen für die Gemeindevertreter statt. Dieses Jahr stellte sich Unterengstringen zur Verfügung, den Anlass in der Region durchzuführen. Ein aktuelles Thema, vor allem jetzt, wenn es auf die wärmere Jahreszeit zugeht, sind die «Anlagen für Benutzer von Rollsportgeräten». Prominentes Beispiel dafür sind Skater-Anlagen, wie sie in vielen Gemeinden in unterschiedlichen Grössen und Ausführungen vorhanden sind.

Wie viele aktiv genutzte Freizeitanlagen können sie ein Unfallrisiko darstellen, wenn die Konstruktion nicht sachgerecht ist. Deshalb besteht seit einiger Zeit eine Norm für diese «Anlagen für Benutzer von Rollsportgeräten.» Zwei Meter freie Fläche brauche es in jedem Fall um die ganze Anlage herum, erklärt Wihler. Hinter einer «Jump-Ramp», eine Sprung-Schanze also, brauche es fünf Meter.

Ab einer Höhe von einem Meter brauche es eine Absturzsicherung in Form eines Geländers, das mindestens 1,2 Meter hoch sein muss. Doch auch die Art der Oberfläche der Anlage kann allenfalls negative Auswirkungen haben. Wihler nannte als Beispiel eine Anlage mit einer Metalloberfläche, die sich im Sommer so erhitzte, dass sich ein Kind Verbrennungen zweiten Grades zugezogen habe. Die Empfehlung: Solche Anlagen sollten eine Oberfläche aus Asphalt oder Beton haben. Wihler erklärte den Sicherheitsdelegierten auch, wo sie die Normen finden und mit einem Tool auf dem Internet herausfinden können, ob die Masse einer Anlage auch der Norm entsprechen.

Trampoline und Verletzungen

Ein regelrechter Boom findet derzeit bei den Trampolinen statt. Nicht nur auf den Schulhöfen, auch in privaten Gärten stehen immer mehr dieser Geräte. Es bestehe aber keine Norm dazu. Wichtig seien, wenn man mit diesem Thema konfrontiert werde, die Herstellerinformationen sowie die Informationen, welche die BfU per Broschüre herausgegeben habe. Die Benutzung von Trampolinen, so schlugen kürzlich einige Ärzte Alarm, können zu teilweise gefährlichen Verletzungen führen.

Doch nicht nur auf Spielplätzen, Freizeitanlagen und Schulhöfen haben sich die Sicherheitsdelegierten mit möglichen Unfallgefahren zu befassen. Auch die Benutzersicherheit bei einer Wertstoffsammelstelle müssen die Delegierten beurteilen können. Zumal seit kurzem die Gemeinden auch, in Zusammenarbeit mit dem Fachhandel, Chemikalien sammeln müssen.

Nach einer Pause waren die Teilnehmer dann mit Gruppenarbeiten gefordert. Zu den Themen Trampolin, Spielplatznormen, Wertstoffsammelstellen und Skater-Anlagen mussten sie unter anderem das Gefährdungspotenzial bei einzelnen Beispielen erkennen.