Rheinfelden

Rheinfelden soll «Golden-Gate-Brücke» erhalten

Schrägseilbrücke: Dieser Fussgängersteg könnte rund 800 Meter unterhalb des heutigen Eisenstegs die beiden Rheinufer verbinden. (zvg)

Steg Rheinfelden

Schrägseilbrücke: Dieser Fussgängersteg könnte rund 800 Meter unterhalb des heutigen Eisenstegs die beiden Rheinufer verbinden. (zvg)

Eine Studie aus dem Jahr 2001 schlägt für einen neuen Rheinübergang in Rheinfelden zwei Varianten vor: eine mit und eine ohne «Schrägseile». Zwischenzeitlich ist die Studie allerdings etwas untergegangen.

Lilly-Anne Brugger

«An der letzten Gemeinderatssitzung in Badisch-Rheinfelden war zu vernehmen, dass der Energiedienst (ED) bereits 2002 eine Projektskizze für einen neuen Fussgängersteg den beiden Stadtregierungen zukommen liess», schreibt Jürg Keller aus Rheinfelden in einem Leserbrief. Tatsächlich hat der Energiedienst im Jahr 2001 eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben, wie Alexander Lennemann vom Energiedienst bestätigt.

Brücke würde 213 Meter lang

Die Studie des ED - es handelt sich dabei um eine reine Vorplanung - schlägt zwei verschiedene Varianten für einen Rheinübergang etwa 800 Meter unterhalb des Eisenstegs vor: Einerseits eine Schrägseilbrücke, die auch an die Golden-Gate-Brücke von San Francisco erinnert, andererseits eine so genannte Deckbrücke ohne besondere Aufbauten. Die Brücke würde laut Studie rund 213 Meter lang werden und auf Schweizer Seite in einen bereits vorhandenen Weg münden. Die Baukosten für die beiden Brücken werden in der Studie auf 1,8 Millionen Euro für die Schrägseilbrücke und 1,7 Millionen Euro für die Deckbrücke geschätzt.

Die Studie des ED ist in den letzten Jahren allerdings in den Schubladen verschwunden. Es habe zwar Gespräche gegeben mit den beiden Stadtregierungen, sagt Lennemann, doch die vorgeschlagenen Ideen seien dabei nicht aufgenommen worden. Trotzdem gibt sich Leserbriefschreiber Keller zuversichtlich: «Es ist beruhigend, um die Existenz dieser Projekte zu wissen. Man muss also beim kommenden Neubau eines Steges nicht ganz von vorne anfangen.»

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