Bis 2030 müssen jährlich 30 Milliarden Franken in die Erneuerung der Infrastruktur in der Schweiz ausgegeben werden. Dieses Geld ist aber mancherorts nicht einmal budgetiert, wie das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) am Freitag mitteilte.

Zahlreiche Leitungen, Kanäle und Kläranlagen wurden vom Bund einst grosszügig subventioniert. Seither altern sie vor sich hin. Ausgetauscht würden die Röhren oft erst im Bedarfsfall und unkoordiniert, heisst es weiter. Strassen werden gleich mehrmals aufgerissen und wieder zugeschüttet, was zusätzliche Kosten verursacht.

Ausblick bis 2030

Das GDI hat sich im Auftrag des Planungsunternehmens Hunziker Betatech AG mit der Zukunft der Bewirtschaftung kommunaler Infrastruktur befasst. Die am Freitag präsentierte Studie untersuchte, wie die Aufgabenteilung beim Tiefbau bis im Jahr 2030 aussehen wird.

Entwickelt wurden vier Szenarien. Die Bandbreite der Szenarien sei gross. Klar sei aber, dass es mehr Kooperation, Kostenwahrheit und eine Professionalisierung brauche.