Sidonia Küpfer/Sandro Zimmerli

Die Freude beim FC Schlieren war gross, aber vorerst nur von kurzer Dauer: Das Parlament stimmte Ende November dem Kredit über 1,94 Millionen Franken für den Bau eines Kunstrasenplatzes zu. Kurz darauf teilte der Stadtrat mit, dass gegen diesen Entscheid ein Rekurs eingegangen sei. Nun ist klar: Der Rekurs ist gegenstandslos. Er wurde unter falschem Namen eingereicht, wie der Präsident des Bezirksrates Dietikon, Adrian Leimgrübler, gestern mitteilte.

Falschem Rekurrenten droht Strafanzeige

«So etwas habe ich in meiner ganzen Zeit hier noch nie erlebt», sagte Leimgrübler. Die Stadt Schlieren habe eine Stellungnahme zum Rekurs verfasst. Diese sei als Kopie auch an den vermeintlichen Rekurrenten geschickt worden. Dieser habe dem Bezirksrat dann aber mitgeteilt, er habe nie einen Rekurs verfasst. Ein Vergleich der Unterschriften habe diese Angaben bestätigt, so Leimgrübler. Offenbar reichte jemand unter falschem Namen den Rekurs ein. «Damit ist der Rekurs gegenstandslos», so Leimgrübler. Die Kosten fielen der Staatskasse an, sollte sich klären, wer dafür verantwortlich sei, so behalte man sich eine Strafanzeige vor.

Im Rekurs, der beim Bezirksrat einging, wurde moniert, das Parlament habe nur über ein Vorprojekt entschieden und das Geschäft sei nicht von der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission geprüft worden. Nun kann der Kunstrasen gebaut werden.

Diese Nachricht nahm man beim FC Schlieren freudig auf. «Das ist genial», sagt Herbert Wetzel, Präsident des FC Schlieren. «Wir haben schon lange auf diesen Entscheid gewartet. Jetzt kann es endlich losgehen. Alle Sitzungen sind schon terminiert.» Vorgesehen ist, dass im Herbst dieses Jahres mit dem Bau begonnen werden kann.