Armee

Rekrutierungszentrum Windisch in Kaserne Aarau – Dübendorf schliesst

Armeechef Blattmann informiert.

Armeechef Blattmann informiert.

Die Schweizer Armee baut ihren Immobilienbestand um rund einen Drittel ab. Verzichten wird sie auf die Militärflugplätze von Sitten, Buochs NW und Dübendorf ZH. Aarau wird zum Rekrutierungszentrum.

An der heutigen Pressekonferenz zur Schliessung von Armeestandorten gab es einige Ankündigungen, welche noch zu sprechen geben werden. Insgesamt will die Armee 7 Milliarden einsparen.

Für das Einzugsgebiet der «Nordwestschweiz» wichtig: Der Militärflugplatz Dübendorf wird geschlossen und privat weitervermietet. Als Helikopter-Standort wird Dübendorf bestehen bleiben.

Weiter soll das Rekrutierungszentrum Windisch, wo die Armee derzeit privat eingemietet ist, in die Kaserne Aarau verlagert werden. Dazu, so Armeechef André Blattmann, werden Infrastrukturanpassungen in Aarau notwendig werden.

Das Logistik-Zentrum in Othmarsingen wird weitergeführt. Ebenso die Aargauer Waffenplätze Brugg und der Standort der Rettungstruppen in Bremgarten.

Ebenso erhalten bleibt die Kaserne in Liestal BL, bei der auch heftig über eine Schliessung spekuliert wurde.

Grösste Auswirkungen im Wallis

Die grössten Auswirkungen hat das Stationierungskonzept auf den Kanton Wallis. In Sitten gibt die Armee den Militärflugplatz auf, wodurch alle mit dem militärischen Flugbetrieb zusammenhängenden Stellen wegfallen. Als Ersatz erhält Sitten die Ausbildung und das Kommando der Militärpolizei.

Weiter verzichtet die Armee auf die Sleeping Bases in Buochs NW und in Dübendorf ZH. Dübendorf bleibt aber Helikopterbasis.

Geschlossen werden zudem die Waffenplätze in Freiburg, Genf, Moudon VD, Lyss BE und St-Maurice VS.

Auch die Schiessplätze und Unterkünfte Glaubenberg im Kanton Obwalden, Brigels GR und Gluringen VS stehen vor dem Aus.

Insgesamt 300 Stellen sind vom Stationierungskonzept der Armee tangiert, wie das VBS mitteilte.

Die Arbeitsplätze sollten über natürliche Fluktuation abgebaut werden können. Zudem werden Angestellte der Armee ihren Arbeitsplatz wechseln müssen.

Laut Ueli Maurer wird das Konzept nach den Parlamentsentscheiden ab 2017 umgesetzt. Bis es Realität sei, werde es einige Jahre dauern, sagte der Verteidigungsminister.

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