Rekordmenge an Milch produziert - 5 Prozent mehr als im Vorjahr

Ein Milchkessel im Melkstall (Archiv)

Ein Milchkessel im Melkstall (Archiv)

In einem turbulenten Jahr haben die Schweizer Milchproduzenten mehr Milch produziert als jemals zuvor. Die vermarktete Milchmenge stieg um 5 Prozent auf 3,423 Millionen Liter. Grund dafür war nicht zuletzt die Milchpreiserhöhung im Sommer.

"Das Jahr 2008 war für viele Milchproduzenten eines der wirtschaftilchen besten Jahre", lässt sich Peter Gfeller, Präsident der Schweizer Milchproduzenten (SMP), in einem SMP-Communiqué zum Geschäftsbericht 2008 zitieren.

Die Milchproduzenten blicken auf ein Jahr der Gegensätze zurück: Im Sommer stieg der Milchpreis angesichts der grossen Nachfrage. Die Finanzkrise, aber auch die Überproduktion nach der Preiserhöhung, setzten den Markt Ende 2008 unter Druck. Als Folge davon sank der Milchpreis Anfang 2009 wieder.

Für die Zukunft sieht Gfeller die Milchproduzenten aber ungenügend aufgestellt. Eine einschneidende Veränderung erleben die Milchbauern Anfang Mai 2009: Dann wird die Milchkontingentierung aufgehoben.

Der Verband gibt sich selbstkritisch: Die Bündelung des Milchangebots sei noch nicht genügend voran gekommen. Die Differenzen zwischen den Verarbeitern und den Produzenten seien gross. Auch unter den Produzenten ortet der SMP einen Zielkonflikt: Sie wollten kostendeckende Preise, aber auch einen möglichst hohen Marktanteil. Dies stelle ein grosse Hürde dar.

Dazu hält der SMP fest, es liege an den regionalen Organisationen, ob sie dem SMP-Konzept mit einer Bündelung und Segmentierung des Angebots zustimmen wollten. Die Alternative dazu sei die Konkurrenz zueinander.

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