Invalidenversicherung

Rekord bei den IV-Renten: Zahl der psychischen Erkrankungen steigt

Zahl der IV-Bezüger steigt (Symbolbild)

Zahl der IV-Bezüger steigt (Symbolbild)

Laut den neusten Zahlen des Bundes haben im vergangenen Jahr 240'905 Personen in der Schweiz eine IV-Rente bezogen. Über 40 Prozent davon bekommen eine Rente wegen psychischer Probleme.

Davon hatten 100'736 Personen eine psychischen Erkrankung - das sind 41,8 Prozent. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor waren es noch 31 Prozent. Beunruhigend ist, dass der Anteil der IV-Zugänge infolge psychischer Krankheiten in den jüngeren Altersgruppen überproportional hoch ist: allein bei den 18- und 19-Jährigen ist deren Anteil in den letzten drei Jahren um 38 Prozent gestiegen.

«Die grösste Zunahme sehen wir bei den reaktiven Störungen. Diese sind von aussen mitbedingt wie zum Beispiel arbeitsplatzassoziierte Erkrankungen», sagt der Arbeitsmediziner Dieter Kissling gegenüber der Zeitung «DerSonntag». Das heisst: Über die Hälfte aller Fälle der psychischen Erkrankungen haben einen Zusammenhang mit der Situation am Arbeitsplatz. (rsn)

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