Das ist eine erfreuliche rekordhohe Quote: Im vergangenen Winter trugen 87 Prozent aller Ski- und Snowboardfahrer auf Schweizer Posten einen Helm, so viele wie nie zuvor.

"Die Erfolgsgeschichte des Schneesporthelms setzt sich fort", teilte die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) am Dienstag mit.

Verglichen mit dem Winter 2002/2003, als nur 16 Prozent einen Helm getragen hatten, sei dies eine beeindruckende Steigerung.

Unterschiede zeigen sich laut bfu nach wie vor zwischen den Sprachregionen: Tragen auf Deutschschweizer Pisten 91 Prozent der Schneesportler einen Helm, sind es in der Romandie mit 76 Prozent deutlich weniger.

Erstmals erhoben wurde die Helmtragquote auf den Schlittelwegen. Hier zeigte sich, dass jeder zweite Schlittler seinen Kopf mit einem Helm schützt. Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren waren am häufigsten mit einem Helm unterwegs, Erwachsene zwischen 26 und 30 Jahren am seltensten.

Zwei Millionen Wintersportler

Mehr als zwei Millionen in der Schweiz wohnhafte Personen fahren Ski oder Snowboard. Die Kehrseite des Vergnügens: Pro Jahr verunfallen laut bfu rund 65'000 dieser Schneesportler - 51'000 Ski- und 14'000 Snowboardfahrer - und müssen ärztlich behandelt werden. Hinzu kommen knapp 8000 verletzte Schlittler und Rodler.

Etwa 15 Prozent der Verunfallten verletzen sich am Kopf. Rund ein Drittel der Kopfverletzungen kann durch das Tragen eines Helmes verhindert werden; er hilft zudem, die Unfallschwere zu reduzieren.

Bindungen richtig einstellen

Aber nicht nur der Kopf braucht beim Skifahren Schutz. Rund die Hälfte der Verunfallten verletzt sich an Knien, Beinen oder Füssen. Die korrekte Einstellung der Skibindung kann dazu beitragen, solche Verletzungen zu vermeiden.

Die bfu lanciert deshalb schon zum 23. Mal ihre Skivignetten-Aktion, um möglichst viele Wintersportler zu einer Bindungskontrolle bei einem Sportfachhändler mit entsprechendem Prüfgerät zu motivieren.