Laut einer Umfrage bei 1529 Sozialhilfebezügern der Städte Basel, Luzern, St. Gallen, Lausanne und Biel hängt die erfolgreiche Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt vom Alter, der Ausbildung, von der bisher erreichten beruflichen Stellung und von der Kompetenz in der Umgangssprache des Wohnorts ab.

Deutlich schlechtere Chancen hätten Personen über 50 Jahre und Personen ohne abgeschlossene Ausbildung auf Sekundarstufe II, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) mit. Keinen Einfluss auf die Wiedereingliederung habe die Nationalität oder das Geschlecht.

Die Studie zeigt, dass sich die Chancen nicht verbessern, wenn jemand ein verfügtes Beschäftigungsprogramm besuchen muss oder mit anderen kontrollierenden Massnahmen, etwa der Übernahme des Zahlungsverkehrs, unterstützt wird.

23 Prozent der befragten Sozialhilfebezüger hatten zum Zeitpunkt der Umfrage seit mehr als sechs Monaten eine Arbeit und bezogen keine Sozialhilfe mehr. 11 Prozent hatten zwar eine bezahlte Arbeit gefunden, blieben aber von der Sozialhilfe abhängig ("working poor"). 9 Prozent fanden eine prekäre Arbeit (temporär oder auf Abruf) und weitere 9 Prozent hatten eine Stelle wieder verloren. Nie eine Stelle antreten konnten 28 Prozent der Befragten.