Der SVP-Kandidat für die Berner Kantonsregierung, Manfred Bühler, gerät in die Kritik wegen seines Steuerausweises.

Der kinderlose Anwalt und Grossrat versteuerte 2012 ein Einkommen von lediglich 200 Franken, wie die "Schweiz am Sonntag" berichtet.

Tatsächlich verdient hatte Bühler laut eigenen Angaben insgesamt 70000 Franken.

«Skandalös» findet das die Berner SP. Ihr Präsident Roland Näf sagt: «Hohe Steuern bezahlen müssen im Kanton Bern immer nur die normalen Lohnempfänger, die keine grossen Abzüge machen können.»

Bühler wehrt sich: Er habe im Jahr 2011 eine umfangreiche und energetisch sinnvolle Sanierung seiner Liegenschaft durchgeführt, zu der mehrere Mietwohnungen gehörten.

Dadurch seien Kosten von 80 000 Franken entstanden. «Es steht jedem Hauseigentümer frei, Abzüge infolge Unterhalt zu machen.»

Von Abzügen profitiert hat auch Bühlers Parteikollege, der amtierende Regierungsrat Christoph Neuhaus.

Obwohl er netto 234'000 Franken verdiente, reduzierte sich sein steuerbares Einkommen auf 78'300 Franken. Auch er hatte Sanierungskosten an einer Liegenschaft geltend gemacht. (nch)