Peru

Regierung in Peru verhängt Ausnahmezustand im Nordosten des Landes

Perus Präsident Hugo Chavez (Archiv)

Perus Präsident Hugo Chavez (Archiv)

Nach Protesten von Ureinwohnern hat die peruanische Regierung für mehrere Regionen im Nordosten des Landes den Ausnahmezustand verhängt. Er gelte für 60 Tage in mehreren Bezirken im Amazonas-Gebiet, wie die Regierung in Lima in ihrem Amtsblatt mitteilte.

Die Regierung begründete ihren Schritt mit wochenlangen Protesten und Blockaden von Ureinwohnern, die nach Angaben aus Lima die Öl- und Gasförderung in dem Andenstaat behindern. Unter dem Ausnahmezustand werden Grundrechte wie die Unverletzlichkeit der Wohnung und die Versammlungsfreiheit ausser Kraft gesetzt.

Die Ureinwohner Perus werfen der Regierung in Lima Umweltzerstörung durch den Bau von Industrieanlagen auf ihrem Gebiet vor. Medienberichten zufolge blockierten sie zuletzt unter anderem die Amazonas-Nebenflüsse Curaray und Napo.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1