Thailand

Regierung in Bangkok fordert Ende der Proteste

Thailands Polizei droht mit Zwangsräumung

Thailands Polizei droht mit Zwangsräumung

Drei Wochen nach Beginn der Massenproteste gegen die thailändische Regierung in Bangkok hat sich die Lage am Osterwochenende verschärft. Die Polizei erklärte die jüngste Blockadeaktion der Regierungsgegner für illegal.

Nachdem die Regierung die Demonstranten drei Wochen gewähren liess, schaltete sie mit dem möglichen Millionenverlust der Geschäfte und Hotels vor Augen eine härtere Gangart ein. Sie drohte denjenigen, die sich dem Räumungsbefehl widersetzen, mit Arrest.

Die Polizei werde Haftbefehle gegen die Anführer der Demonstranten beantragen, sagte ein Regierungsvertreter. Regierungschef Abhisit Vejjajiva rief im Fernsehen zur Ruhe auf. Die Regierung hatte rund 50'000 Soldaten und Polizisten zusammengezogen, um die Lage unter Kontrolle zu halten.

Zehntausende sogenannte Rothemden hatten sich am Wochenende im Viertel versammelt, in dem sich auch viele Luxushotels für Touristen und Geschäftsreisende befinden. Die Proteste lösten Verkehrsstörungen aus und zwangen mehrere Einkaufszentren und Geschäfte, vorübergehend zu schliessen.

Die Touristen liessen sich durch die Kundgebungen, die mit Live-Musik und Tanz an ein Volksfest erinnerten, jedoch offenbar kaum stören.

Das Oppositionsbündnis UDD gab sich weiterhin kompromisslos. Der Regierungschef werde es nicht wagen, der Polizei den Einsatzbefehl zu geben, sagte Jatuporn Promphan nach Angaben der Zeitung "The Nation". "Wenn der Regierungschef einen solchen Befehl gäbe, wäre das, als würde er seine eigene Gurgel durchschneiden", zitierte die Zeitung ihn.

Die Demonstranten verlangen den Rücktritt der Regierung bis zum 12. April.

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