Die Raucherprävention ist dem Langenthaler Gemeinderat ein wichtiges Anliegen. So engagiert sich die Stadt etwa als Pilotgemeinde des Projekts «Gemeindeorientierte Tabakprävention», das unter dem Patronat des Bundesamtes für Gesundheit läuft. Im Weiteren hat der Gemeinderat entschieden «mit einem guten Vorbild voranzugehen», wie es Stadtschreiber Daniel Steiner ausdrückt, und das Rauchen im öffentlichen Raum neu zu regeln. Mit diesem Entscheid und den entsprechenden gestern in Kraft getretenen Richtlinien für die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung greift der Gemeinderat dem Kanton Bern vor, dessen Rauchverbot erst vom 1. Juli an gilt. Rauchen beim «Sünnelen» möglich

Die Mitarbeitenden und Besucher der Stadtverwaltung dürfen demnach in allen Innenräumen des Verwaltungszentrums - neben Sitzungszimmern auch Pausenräume, Gänge, Treppenhäuser und Toiletten - nicht mehr rauchen. Von dieser Regelung erfasst werden auch die städtischen Fahrzeuge sowie die Einstellhalle. Den Rauchern wird jedoch ein gesonderter Bereich zur Verfügung gestellt.

Nicht erlaubt ist das Rauchen auch in anderen öffentlichen Gebäuden wie etwa dem Stadttheater, den Schulhäusern und dem Schwimmbad. Dabei soll auch die jeweilige Umgebung dieser Gebäude «grundsätzlich» rauchfrei werden.

Wer nun jedoch um den Genuss der Zigarette beim «Sünnelen» in der Badi fürchtet, wird von Daniel Steiner beruhigt: Das Rauchen im Freien sei für die Badibesucher nach wie vor möglich. Diesbezüglich gälten die neu erlassenen Weisungen nur für das städtische Personal verbindlich, für die übrige Bevölkerung seien sie eher als «Wunsch» zu verstehen. Für die Signalisation der rauchfreien Zonen und das Installieren zusätzlicher Aschenbecher bewilligte der Gemeinderat einen Kredit von 18 000 Franken.