Luftrettung
Rega und TCS setzen sich an einen Tisch und wollen Heli-Streit beenden

Der Konkurrenzkampf zwischen TCS und Rega soll der Vergangenheit angehören. Zusammen mit weiteren Branchen-Vertretern fand eine Aussprache statt. Das Resultat ist eine Arbeitsgruppe, welche die Zusammenarbeit in der Luftrettung verbessern soll.

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Wollen künftig besser zusammenarbeiten: Rega und TCS.

Wollen künftig besser zusammenarbeiten: Rega und TCS.

Keystone

Eine Arbeitsgruppe soll dabei helfen, den Streit um die "Lufthoheit" im Schweizer Rettungswesen beizulegen. Diese soll unter anderem Regeln für die Einsatzzuteilung ausarbeiten, wie die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) am Freitag mitteilte. Der TCS macht der Rega seit einiger Zeit Marktanteile streitig.

Die Arbeitsgruppe ist das Resultat einer Aussprache, die ebenfalls am Freitag auf Initiative der GDK durchgeführt wurde. Anwesend waren mit der Rega, der Air Zermatt, den Air-Glaciers und dem TCS die Anbieter von Rettungsflügen, aber auch Vertreter der Sanitätsnotrufzentralen sowie des Bundes. Gemäss der GDK-Mitteilung verlief die Diskussion "lösungsorientiert und konstruktiv".

Zusammenarbeit als Resultat

Der TCS macht der Rettungsflugwacht seit einiger Zeit in einigen Teilen der Schweiz Rettungsflüge und damit Marktanteile streitig. Die Rega ihrerseits wirft den Konkurrenten vor, zwar einzelne Rettungsflüge durchführen zu wollen, aber nichts zur Grundversorgung beizutragen.

Mithilfe der Arbeitsgruppe, die unter der Leitung des Interverbandes für das Rettungswesen (IVR) steht, soll nun eine Lösung gefunden werden. Geregelt werden soll etwa die Einbindung in ein Funknetz sowie die Qualitätssicherung.

Ziel sei es, die Interessenkonflikte ohne neue gesetzliche Vorschriften und im Rahmen der bestehenden Strukturen zu lösen, heisst es in der Mitteilung der GDK. Der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, Carlo Conti, hatte sich im Juli in den "Heli-Luftkrieg" eingeschaltet. Die Patienten müssten immer Vorrang haben vor kommerziellen Interessen, sagte er damals in einem Interview.

Nach Angaben von GDK-Zentralsekretär Michael Jordi stehen die Flugretter bei der Lösungssuche nicht unter Zeitdruck: "Die in der Arbeitsgruppe vertretenen Partner bestimmen den Takt."