Rechtsextreme vergleichen Obama auf Plakat mit Hitler

Rechtsextreme vergleichen Obama auf Plakat mit Hitler

Das umstrittene Plakat der Tea Party: Obama flankiert von den Diktatoren Hitler und Lenin

Rechtsextreme vergleichen Obama mit Hitler

Das umstrittene Plakat der Tea Party: Obama flankiert von den Diktatoren Hitler und Lenin

Eingerahmt von Adolf Hitler und Wladimir Lenin prangt ein Bild von Barack Obama auf einer grossen Werbetafel im US-Bundesstaat Iowa. Die Gleichsetzung sorgt in den USA für grosse Empörung.

Verantwortlich für den Vergleich mit Hitler und Lenin ist eine Gruppe erzkonservativer Amerikaner, die Tea Party von Nord-Iowa.

Die Obama-Gegner wollen mit dem Vergleich den Sozialismus angreifen, der nach ihrer Ansicht in den USA um sich greift, seitdem der demokratische Politiker in das Weisse Haus eingezogen ist. «Demokraten-Sozialismus», «Nationalsozialismus», «Marxistischer Sozialismus», steht unter den jeweiligen Fotos von Obama, Hitler und Lenin. «Radikale Führer machen Jagd auf die Ängstlichen und Naiven», warnt ein Schriftzug unter den Bildern. Und auf jedem der drei Bilder prangt «Change» (Wandel) - Obamas Leitmotiv im Präsidentschaftswahlkampf 2008.

Zweck der Werbetafel sei es gewesen, eine starke antisozialistische Botschaft unter das Volk zu bringen, sagt Bob Johnson, einer der Mitbegründer der 200 Mitglieder starken Regionalgruppe innerhalb der Tea Party. Johnson räumt ein, mit dem Plakat möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen zu sein. Pläne, die Werbetafel abzuhängen, gibt es aber nicht.

Es hagelt Kritik

Auch bei Demonstrationen gegen die Gesundheitsreform zog so mancher Gegner der US-Regierung den merkwürdigen Vergleich mit Hitler.Doch selbst innerhalb der Tea Party regt sich Unmut. «Das lässt die Leute glauben, dass die Tea Party ein Haufen von Rechtsextremisten ist, und das stimmt nicht», kritisiert Shelby Blakely von den Tea Party Patriots, einer nationalen Gruppierung innerhalb der Protestbewegung. Blakely stösst vor allem die Gleichsetzung von Obama und Hitler auf.

Den Demokraten Dean Genth aus Mason City in Iowa dagegen freut die Tafel. «Die sollen nur weiter solches Zeug ausspucken, das wird den Demokraten im Staat sehr nützen», sagt er. (rsn)

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