Genf

Rechte MCG schaffen Einzug in die Genfer Regierung – FDP-Frau abgewählt

Mauro Poggia von der MCG schafft die Wahl in die Genfer Regierung.

Mauro Poggia von der MCG schafft die Wahl in die Genfer Regierung.

Das Mouvement Citoyens Genevois (MCG) hat gemäss der ersten Auszählung der Stimmen bei den Genfer Wahlen mit Mauro Poggia den Einzug in die Kantonsregierung geschafft. FDP-Staatsrätin Isabel Rochat wurde abgewählt.

Das Mouvement Citoyens Genevois (MCG) hat den Einzug in die Genfer Kantonsregierung geschafft. Dies geht auf Kosten der Grünen, welche einen Sitz verlieren. FDP und CVP bleiben bei insgesamt vier Sitzen, obwohl die bisherige FDP-Staatsrätin Isabel Rochat abgewählt wurde.

Das MCG ist neu mit Nationalrat Mauro Poggia im Genfer Staatsrat vertreten. Poggia schaffte die Wahl auf dem siebten Platz. Das Genfer Wahlvolk entschied sich für eine Erneuerung der Regierung, nur zwei Bisherige schafften die Wiederwahl.

Der Sicherheitsdirektor Pierre Maudet und sein FDP-Parteikollege François Longchamp wurden glänzend wiedergewählt. Maudet erzielte mit 59'007 Stimmen wie im ersten Wahlgang das Bestresultat, Longchamp folgte auf Platz zwei mit 55'077 Stimmen.

Ganz anders erging es der bisherigen FDP-Staatsrätin Isabel Rochat. Sie wurde mit 37'044 Stimmen bloss neunte und verpasste die Wiederwahl für die sieben Sitze der Genfer Regierung deutlich. Im ersten Wahlgang war sich noch auf den fünften Platz gekommen.

Zweite bisherige Staatsrätin abgewählt

Damit strafte das Wahlvolk bereits die zweite bisherige Staatsrätin ab. Beim ersten Wahlgang am 6. Oktober war Michèle Künzler von den Grünen nur auf dem 17. Platz gelandet. Sie warf bereits damals das Handtuch.

Während Künzler für Änderungen im Öffentlichen Verkehr büssen musste, erhielt Rochat wohl die Quittung für ihre unglückliche Führung des Sicherheitsdepartements.

Nach ihrer Wahl im Jahr 2009 war sie rasch mit der Polizeigewerkschaft aneinander geraten und gab das Departement bei einer Ersatzwahl an ihren Parteikollegen Pierre Maudet ab. Seither führte sie das Amt für Arbeit und war in der Öffentlichkeit wenig präsent.

CVP profitiert von Bündnis mit FDP

Die CVP konnte nicht nur den Sitz des abtretenden Pierre-François Unger verteidigen, sondern gewann mit Serge Dal Busco (49'903 Stimmen) und Nationalrat Luc Barthassat (46'284) neu zwei Sitze. Damit bleiben FDP und CVP, die in Genf geeint unter dem Namen "Entente" antreten, trotz der Abwahl Rochats bei vier Sitzen.

Der Einzug des MCG geht hingegen klar auf Kosten des linken Lagers, das bisher drei Sitze hatte. Für die Grünen rettete Nationalrat Antonio Hodgers wenigstens den Sitz des abtretenden Finanzdirektors David Hiler. Er gewann 44'095 Stimmen und wurde Fünfter.

MCG-Gründer Stauffer chancenlos

Die SP-Grossrätin Anne Emery-Torracinta tritt in die Fussstapfen ihres nicht mehr angetretenen Parteigenossen Charles Beer. Sie wurde mit 43'474 Stimmen auf dem sechsten Platz gewählt.

Der zweite SP-Kandidat Thierry Apothéloz (39'843) war bei den ersten Zwischenresultaten am Sonntagnachmittag noch auf den sechsten Platz gekommen, rutschte aber noch auf den undankbaren achten Rang ab.

Chancenlos blieben SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz auf dem zehnten Platz (35'049) und MCG-Gründer Eric Stauffer (32'010) auf dem letzten Platz. Die Wahlbeteiligung lag gemäss der ersten Auszählung der Stimmen bei 46,40 Prozent.

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