Wolfgang Wagmann

Die Mehrheit der Einsprachen richtet sich gegen die Höhe der Neubauten. So wird generell eine Reduktion der Gebäudehöhe und teils auch der Wohnungsdichte verlangt. 60 Prozent des Gestaltungsplans Hofmatt sind bereits realisiert, und die bisherigen Bauherren fühlen sich nun «erdrückt» durch die Masse der geplanten Neubauten. Diese müssten sich angemessen in die bisherige Siedlung integrieren, wurde beanstandet.

7,50 Meter hoch sind die schon bestehenden Häuser, dank dem - begrüssten - Verzicht auf Attikawohnungen dürften die Neubauten dagegen maximal 10,50 Meter Höhe aufweisen. «Einschränkung der Sicht und Besonnung» machen die Einsprecher auch wegen der geringen Abstände geltend. Deshalb schlagen sie eine reduzierte Gebäudehöhe von 9,50 Metern Höhe vor. Dies reiche immer noch für eine «grosszügige Geschosshöhe» aus.

Die Eigentümerin, die Zuger Alltree AG, hält die Gebäudehöhe von 10,50 Metern in der dreigeschossigen Wohnzone W3b für völlig zonenkonform. Und so sieht es auch der städtische Rechtsdienst, werden doch pro Geschoss bis zu 3 Meter berechnet und zusätzlich 1,50 Meter für «Anpassungen an das bestehende Terrain.» Somit seien die Anforderungen an die Wohnhygiene «in Bezug auf den Schattenwurf erfüllt» und «ein Recht auf Aussicht gibt es auch nicht».

Zu wenig Besucherparkplätze?

Ein weiteres Argument, der aus dem Jahr 1991 stammende Gestaltungsplan werde mit der Restüberbauung zu stark abgeändert, wird ebenfalls abgewiesen. Sei doch nach 18 Jahren angesichts der sogar erwünschten, jedenfalls «nicht erheblichen» oder «so grossen Änderungen» die Planungssicherheit gewährleistet. Ein Grossteil der Einsprecher begrüsse sogar das neue Überbauungskonzept als «grundsätzlich positiv», wird weiter begründet.

Nebst anderen kleineren Punkten gibt vor allem die Erschliessung und Parkierung «Material» für die Einsprachen her. So wenden einige Anwohnerinnen und Anwohner ein, sieben Besucherparkplätze genügten für die 45 geplanten Wohneinheiten nicht. Befürchtet wird daher ein zunehmendes Parkieren in den Quartierstrassen.

Auch darauf wird jedoch nicht eingetreten. Und zwar mit dem Hinweis, dass im Gestaltungsplan zwar die Räume für die unterirdische Einstellhalle und die oberirdischen Besucherparkplätze definiert seien. Der effektive Parkplatzbedarf werde jedoch anhand eines detaillierten Nachweises erst im Baubewilligungsverfahren überprüft. Erst dann werde konkret zu entscheiden sein, «welche Bedingungen und Auflagen notwendig sind, damit die Parkplätze für eine erste (Bau)etappe ausreichend sind und die Befürchtungen der Einsprecher nicht eintreten».

Auch ein weiteres kritisiertes Detail, die künftige Durchleitung der Tiefgaragen-Abluft, werde erst im Baubewilligungsverfahren entschieden. Ebenfalls abgelehnt wird die Forderung nach einem Fahrverbot - da es sich beim künftigen Bebauungsgebiet nicht um eine öffentliche Strasse oder ein öffentlich zugängliches Privatgrundstück handle. Zuletzt werden sämtliche Einwände als «nicht stichhaltig» beurteilt; der Gestaltungsplan Hofmatt West mit Sonderbauvorschriften sei deshalb zu genehmigen.