Solothurn

Rechnung ist im Lot

Gsund si - gsund bliibe

spitex

Gsund si - gsund bliibe

Der Spitex-Verein Solothurn mit seinen 1100 Mitgliedern blickte auf ein recht ausgeglichenes Jahr 2008 zurück. Die Rechnung schloss wie 2007 bei rund 3,1 Mio. Franken ab, sodass die städtische Defizitgarantie von 1,2 Mio. Franken nicht ausgeschöpft werden musste.

Mark A. Herzig

Selten trifft das Gesetz, dass sich Ereignisse immer negativ summieren, so zu wie bei Spitexorganisationen: Häufen sich zum Beispiel Heimeintritte, hat die Spitex schnell zu viel Personal, häufen sich Krankheitsfälle, dann fehlen Mitarbeitende. Eine optimale Betriebsgrösse und ebensolche Betriebsabläufe sind gefragt. Präsidentin Barbara Probst streifte im Jahresbericht die Massnahmen, die zur Optimierung des Betriebs getroffen wurden. In einer Analyse wurde unter anderem nach Doppelspurigkeiten, komplizierten Dienstwegen und Lösungsmöglichkeiten gesucht - elektronische Hilfsmittel bis hin zum Handy und Minicomputer sind längst im Einsatz.

Auch die Arbeitsweise des Vorstandes wurde hinterfragt; sein bisheriges Vorgehen hat sich, da er breit abgestützt ist (vgl. Zusammensetzung), bewährt und wird beibehalten, auf die Einführung eines Ressortsystems verzichtet. Alle diese Überlegungen kosten zwar auch Geld, dienen aber dazu, die erforderliche Qualität bei tragbaren Kosten zu erhalten.

Mitarbeitende befragt

Nachdem 2007 eine Klientenbefragung gute Resultate erbracht hatte, sei nun eine bei den Mitarbeiterinnen (derzeit deren 42, alle in Teilpensen, dazu zwei Lernende) durchgeführt worden: «Der Spitex-Verein Solothurn will ein bedeutender und guter Arbeitgeber bleiben», betonte die Präsidentin. «Die Arbeitsplatzzufriedenheit hat bei der Erhebung gut abgeschnitten, Defizite ergaben sich bei der psychischen und physischen Belastung», fuhr sie weiter. Diese Mängel werden jetzt bekämpft, möglich macht dies eine private Zuwendung.

Die Spitex betreute 443 Klientinnen und Klienten, dazu legten die Mitarbeiterinnen 87 000 km zurück. Die Spitex-Rechnung 2008 weist einen Totalaufwand von fast 3,1 Mio. Franken aus, nahezu 150 000 Franken unter Budget. Der Ertrag lag lediglich rund 90 000 Franken unter dem Erwarteten, wodurch sich der Gemeindebeitrag auf 1,22 Mio. verringerte. «Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass 2008 ein ‹normales Jahr› gewesen ist», erklärte Betriebsleiterin Kathrin Lanz. Die oben erwähnten grossen «Ausreisser» habe es für einmal nicht gegeben und in Zusammenarbeit mit der Spitex Langendorf habe man einige Spitzen brechen können. Die Vereinsrechnung gestaltete sich bei 30 000 Franken ausgeglichen. Die 19 Frauen und elf Männer des Mahlzeitendienstes haben laut Anna-Maria Küchler 21 183 Mahlzeiten ausgeliefert (7549 ganze, 9617 halbe, 2088 ganze Diät- und 1929 halbe Diätportionen).

«Gsund si - gsund bliibe»

Den Vorstand verlassen hat Barbara Speich, die seit 2003 die Spitex Solothurn in pflegerischen Belangen beraten und gefördert hat; das gilt auch für den Vorstand mit Barbara Probst Bernhard (Präsidentin), Isabel Kohler Muster (Vize-Präsidentin), Priska Stalder (Vertreterin SGF), Peter Aegerter (Heimleiter), Urs-Peter Stäuble (Vereinsarzt), Max Frischknecht (Klienten-Vertreter), Pia Jäggi (Mitarbeiterinnen-Vertretung), Kathrin Lanz (Betriebsleiterin), Mark A. Herzig (Vertreter Stadt). Als neue Revisionsstelle wurde die Bargetzi Treuhand AG gewählt.

Teamleiterin Andrea Trittibach stellte zum Schluss das von der Präsidentin erwähnte Programm «gsund si - gsund blibe» für die Mitarbeiterinnen vor: Es beruht auf Freiwilligkeit, Chancengleichheit, Selbstbestimmung, Nachhaltigkeit. Aus dem vielfältigen Angebot sei hier nur die Salutogenese angesprochen, welche die Mitarbeitenden lehrt, eigene Stärken und Schwächen (körperliche wie psychische) zu erkennen und entsprechende Massnahmen zu ergreifen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1