Bei den Schützen Steffisburg-Heimberg BE amtete Beat M. jahrelang als Jungschützenleiter. Bis Ende Februar brachte er Mädchen und Knaben das Schiessen bei. Gleichzeitig rief er auf Facebook zu Gewalt gegen Andersdenkende, Ausländer und Islamisten auf, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet.

Zu Muslimen schrieb M.: «Anzünden, fertig tschüss». Zu Islamisten: «Alle an die Wand und bummmmm!» Zu missliebigen Politikern: «Wir sollten uns langsam mal Gedanken machen, ob wir die behämmerte Linksbrut entsorgen wollen oder nicht.» Einem politischen Gegner drohte er: «Ich hätte da eine 357er (eine Munitionsart, Anm. der Red.) - wenn man dieses Ding an die behämmerte Birne hält, ist innerhalb von 1/10 Sekunde alles erledigt.»

M. sagt nur die halbe Wahrheit

Er sei «blöd angezündet» worden, rechtfertigt sich M. heute gegenüber dem «Sonntag». Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Er sah es als seine Aufgabe an, sein Gedankengut zu verbreiten - auch im Jungschützenkurs. So schrieb er auf Facebook: «I muess die Giele u Modis doch vor däm lingge Abschuum schütze». Auch vor rassistischen Entgleisungen schreckte er nicht zurück. So bezichtigte er zusammen mit dem Solothurner Rassisten Beat Mosimann die Muslime einer Vorliebe für Sex mit Tieren.

Sam Lohri, der Präsident der Schützen Steffisburg-Heimberg, will von allem nichts gewusst haben. Er sieht keinen Grund, M. aus dem Verein auszuschliessen. Auch dürfe er weiterhin die An- und Abmeldungen für die Jungschützenkurse betreuen. «Ich hatte mit ihm nie ein Problem. Seine Äusserungen sind das eine, sie auch wirklich durchzuführen, ist das andere. Das hat noch lange nicht mit Mord und Totschlag zu tun.»