Sportfernsehen

Rand- und Breitensport auf erstem Schweizer Sportsender ab 1. Juli

Auch Beachvolleyball auf SFF (Archiv)

Auch Beachvolleyball auf SFF (Archiv)

Ab kommendem Mittwoch ist die Schweizer Fernsehlandschaft um einen Kanal reicher: Am Mittag um 12 Uhr geht das Schweizer Sportfernsehen SFF auf Sendung. Die Verantwortlichen versprechen ein Vollprogramm, das den Sport in seiner ganzen Breite abbilden will.

Erklärtes Ziel des SSF ist es, Plattform für nationale und regionale Sportaktivitäten zu werden, und zwar in allen erdenklichen Disziplinen, von Faustball über Beachvolleyball bis hin zu Autorennen, Armbrustschiessen und der Fussball Challenge League.

Man wolle dabei nicht nur Wettkämpfe übertragen, sondern den Sport in seiner ganzen Breite und Bedeutung abbilden, sagte SSF-Verwaltungsratspräsident Peter Weigelt am Donnerstag vor den Medien. "Dazu gehören für uns auch Breitensport-Anlässe und gesundheitliche Aspekte."

Die SSF-Macher sind keine Neulinge: Auf dem Privatsender StarTV absolvierten sie in den letzten 18 Monaten einen Testlauf, bei dem sie insgesamt 250 Sportsendungen ausstrahlten, darunter auch die Spiele der Fussball Challenge League, die jeweils am Montagabend übertragen wurden.

Bis jetzt hat das SSF mit über 40 Schweizer Sportverbänden Verträge abgeschlossen, damit sich diese zur Hälfte an den Produktionskosten beteiligen. "Als Gegenleistung erhalten wir jede Woche die Möglichkeit, unseren Sport bekannter zu machen", sagte Christian Bigler, Direktor von Swiss Volley.

Man sei sehr froh um diese Möglichkeit. Bei anderen Sendern stehe man mit einer B-Sportart wie Volleyball nämlich vor verschlossenen Türen, da diese hauptsächlich über die Königs-Disziplinen berichten würden. "Es muss aber nicht immer Fussball sein", sagte Bigler.

Gesicht des Senders wird Moderatorin Claudia Lässer, die zugleich für das Programm verantwortlich ist. Lässer werde bei der Programmgestaltung versuchen, den bisher etwas bescheidenen Zuschauerinnenanteil von 30 Prozent noch zu verbessern, sagte Weigelt über sein Aushängeschild.

Den weiblichen Blick will Lässer auch beim Fussball-Talk "Kick-it!" einbringen. Zusammen mit Ex-Fussballer Jörg Stiel wird sie jeweils eine Stunde lang Fussballer und Funktionäre in die Zange nehmen. Um Gesundheit und Prävention geht es schliesslich im "Gesunden Sportmagazin" in Zusammenarbeit mit einer Zürcher Privatklinik.

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