Eine Granate habe den Flughafen getroffen, als Paynes Flugzeug starten sollte. Kurz nach dem Abflug der Maschine seien noch fünf weitere Raketen eingeschlagen. Ein Vertreter der Afrikanischen Union (AU), der nicht namentlich genannt werden wollte, sagte laut der Nachrichtenagentur AFP, beim Angriff sei niemand verletzt worden.

Die Shebab-Islamistengruppe bekannte sich zu dem Angriff auf "Allahs Feind". "Wir haben diesen Angriff gegen den Feind Allahs ausgeführt, der gekommen war, um in Somalia die Demokratie zu verbreiten", sagte Sheikh Husein Ali Fidow vor Journalisten in Mogadischu.

Er warf der Regierung vor, sie habe "unseren wichtigsten Feind" willkommen geheissen, indem sie mit Payne Gespräche führte.

Payne gehört dem Auswärtigen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses an. Er war mit Ministerpräsident Nur Hassan Hussein und Staatschef Sheikh Sharif Sheikh Ahmed zusammengekommen, wie ein Sprecher der somalischen Regierung mitteilte.

In den Gesprächen ging es demnach um Hilfe für die somalische Übergangsregierung sowie um den Kampf gegen die Piraterie. Die US-Armee hatte am Sonntag den seit Tagen von Piraten vor der Küste Somalias festgehaltenen US-Kapitän Richard Phillips befreit und dabei drei der vier Geiselnehmer erschossen.