Radon: Messresultate lagen nicht früher vor

Das Kantonale Amt für Verbraucherschutz wehrt sich gegen die Anschuldigungen, es hätte die Daten zu lange zurückbehalten und die betroffenen Gemeinden viel zu spät informiert.

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Radon-Messungen

Radon-Messungen

Beim Kanton wehrt man sich gegen die Kritik (AZ, 29. 6.) in Sachen Radon. Eva Bantelmann, Radon-Verantwortliche des Kantons, Amt für Verbraucherschutz: «Die Dosimeter wurden Mitte bis Ende März von den Schulen zurückgesandt und dann zum Auslesen der Resultate an den schwedischen Lieferanten nach Schweden geschickt.» Ende Mai/erste Hälfte Juni habe die Auswertung der Resultate «unter Hochdruck» stattgefunden, damit man sie vor den Sommerferien kommunizieren konnte. «So können die Gemeinden Massnahmen in den Ferien umsetzen.»

Die 3-monatige Messung mit Dosimetern sei anerkannt. «Die Nachmessungen durch Radonfachpersonen sind Teil der Sanierungstests, als Messung aber nicht anerkannt.». Es gehe nicht darum, die Richtigkeit der Dosimetermessung zu überprüfen, sondern um die Eintrittsstelle des Radons zu finden. Die Testmessung könne auch aufzeigen, wenn Dosimeter in den Schulen vertauscht worden seien. Der Kanton empfiehlt, Schul- und Unterrichtsräume zu sanieren. Gemeinden mit hohen Radon-Konzentrationen in Lagerräumen hatte man lediglich informiert.

Die Informationspolitik verteidigt Bantelmann: Man habe keine Schulbauten benannt, das sei Sache der Gemeinden. «Ein grösserer zeitlicher Vorlauf für die Gemeindeinformation war wegen der vielen Grenzwertüberschreitungen unmöglich.» Sonst hätte eine konsolidierte Information der Öffentlichkeit nicht sichergestellt werden können. Die Tatsache, dass sich bereits 26 der 38 Gemeinden von einer Radon-Fachperson beraten lassen, zeige, dass die Botschaft angekommen sei. Die Gemeinden hätten sich gewünscht, dass man sie wenigstens ein paar Tage vor der Öffentlichkeit orientiert hätte. (-rr-)

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