Cäsium gefunden
Radioaktive Stoffe im Bielersee stammen vom AKW Mühleberg

Geologen der Universität Genf haben einen überraschenden Fund gemacht: Cäsium im Bielersee. Sedimentanalysen zeigen, dass um das Jahr 2000 grössere Mengen dieses radioaktiven Stoffes in den See gelangten. Dieser soll aus dem AKW Mühleberg stammen.

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Im Sediment des Bielersees wurde Cäsium nachgewiesen.

Im Sediment des Bielersees wurde Cäsium nachgewiesen.

Chris Iseli

Die Radionuklide strahlen gemäss der Genfer Messung mit 41 Becquerel pro Kilo.

Im Auftrag der SonntagsZeitung hat das Kantonale Labor Basel-Stadt den Test mit einem zweiten Bohrkern aus dem Seeboden wiederholt. Der Cäsium-Peak ist auch da klar erkennbar. Laut Fachleuten spricht alles dafür, dass das Cäsium aus dem Atomkraftwerk Mühleberg stammt. Doch in den damaligen Messberichten der Behörden über Radioaktivität in der Aare unterhalb des AKW findet sich keine Angabe darüber, wie eine erhöhte Menge Cäsium 137 in den See gelangen konnte.

Eine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung um den Bielersee bedeutet dies nicht, doch es wirft für Experten die Frage auf, wie der Austritt unbemerkt geschehen konnte.