Um sicherzustellen, dass keine verstrahlte Ware in die Schweiz gelangt, würden seit Montag sämtliche Transportcontainer von Swiss vor dem Verladen in Tokio vorsorglich geprüft, heisst es in der Mitteilung. Das Personal werde von Experten des Paul Scherrer Instituts (PSI) vor Ort instruiert.

An zwei Transportcontainern wurden laut Swiss in den vergangenen Tagen "leicht erhöhte Werte an einzelnen Oberflächen" festgestellt. Die Werte seien im "meldepflichtigen Bereich", jedoch "für allfällige Gesundheitseinwirkungen unbedenklich" gewesen. Das sei vom Bundesamt für Gesundheit bestätigt worden.

Container sichergestellt

In Koordination mit den Behörden und den Strahlenschutzexperten des PSI seien die zwei Container untersucht und sichergestellt worden, teilte Swiss weiter mit. Messungen an der Ware im Container, den übrigen Frachtstücken und Frachträumen, am Flugzeug sowie an Bord hätten keine Auffälligkeiten ergeben.

Bislang wurden Flugzeuge erst bei ihrer Ankunft in der Schweiz auf Radioaktivität untersucht. Dabei wurden bis jetzt keine erhöhten Werte festgestellt.

Es sei wichtig zu verhindern, dass Radioaktivität von Japan in die Schweiz gelange, sagte Swiss-Sprecherin Susanne Mühlemann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Auch das Personal der Fluggesellschaft sei zu schützen, sagte Strahlenexperte Rolf Stürm gegenüber "Radio 24".

Die Schweiz habe sehr strenge Richtwerte für Radioaktivität und Strahlen - und diese könnten sehr schnell überschritten werden. Dies könnte etwa dazu führen, dass die Swiss einen radioaktiv verstrahlten Sitz im Flugzeug entfernen müsste.