Strassenstrich

Prostituierten-Schwemme: Olten wehrt sich

Verdoppelung innert kürzester Zeit: Olten wird von Prostituierten überschwemmt.

Verdoppelung innert kürzester Zeit: Olten wird von Prostituierten überschwemmt.

In Zürich weht osteuropäischen Dirnen zunehmend ein eisiger Wind ins Gesicht. Jetzt weichen sie nach Olten aus. Die Stadt will sich wehren - etwa indem sie die Freier ans Licht zerrt.

In Zürich existiert ein Überangebot an Prostituierten, die vor allem aus Ungarn und Bulgarien stammen. Nun weichen immer mehr nach Olten aus. Die Industriestrasse der solothurner Stadt war jahrelang als grösster Strassenstrich der Schweiz bekannt, bis er 2005 aufgehoben wurde.

Wird Olten wieder Freier-Mekka?

Jetzt verzeichnen die Oltner Behörden innert kurzer Zeit eine Verdoppelung von 30 auf 60 Dirnen.

Stadträtin Iris Schelbert-Widmer (Grüne Partei) befürchtet, dass dies erst der Anfang ist und kündet rigorose Massnahmen an.

Man werde die Prostituierten ab sofort vermehrt durch die Polizei kontrollieren. Juristisch werde abgeklärt, was man gegen die Szene alles unternehmen könne, sagte sie gegenüber Radio Argovia.

Autos der Freier werden kontrolliert

Die Freier würden ebenfalls an die Kasse kommen: Sie Sexsuchenden kommen in ihren Autos vermehrt ins Visier von Polizeikontrollen. So nimmt man ihnen die Anonymität.

Auf längere Sicht überlegt sich Schelbert-Widmer auch, die Gemeindeordnung Oltens anzupassen. Damit soll die Prostituierten-Schwemme in geordnete Bahnen gelenkt werden. (cbk)

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