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Projekt «Aufwertung Dorfmitte» Hausen bewegt die Gemüter

An der Gemeindeversammlung vom 10. Juni in Hausen geht es unter anderem um einen Kredit von 1,54 Millionen Franken für die Aufwertung der Dorfmitte. Es könnte durchaus eine längere Versammlung werden...

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Dorfmitte Hausen

Dorfmitte Hausen

Louis Probst

«Die Zukunft von Hausen ist das Thema dieses Abends», betonte Frau Gemeindeammann Brigitte Schnyder an der Orientierungsveranstaltung zum Projekt «Aufwertung Dorfmitte» und zur Gesamtrevision der Nutzungsplanung. «Die Aufwertung der Dorfmitte, die im Leitbild verankert ist, entspricht nach wie vor für grosse Teile der Bevölkerung einem Bedürfnis», betonte sie. Dass das Thema des Abends in Hausen tatsächlich ein Thema ist, zeigte spätestens der Aufmarsch in der Mehrzweckhalle.

Gestützt auf einen Projektierungskredit von 150 000 Franken hat die Metron AG (Brugg) inzwischen ein Projekt ausgearbeitet.

Tempo 30 auf der Hauptstrasse

Hauptansatzpunkt ist die Hauptstrasse. Nachdem die Umfahrungsstrasse in Betrieb genommen worden ist, entspricht die Gestaltung der Hauptstrasse nicht mehr der Funktion. Die Hauptstrasse soll daher zwischen Gemeindehaus und Höhe Huserhof als Tempo-30-Zone ausgestaltet werden. Weil dafür aber Schilder allein nicht genügen, wie Lukas Fischer von der Metron AG feststellte, sind gestalterische Massnahmen vorgesehen.

So wird der Tempo-30-Abschnitt durch «Tore», in denen ein Kreuzen für Autos nicht möglich ist, klar markiert. Die Fahrbahn wird neu gestaltet. Links und rechts wird die Fahrbahn durch je 50 Zentimeter breite, überfahrbare Pflästerungsrinnen gefasst, die Fahrbahn und Radstreifen voneinander trennen. Parallel zur Fahrbahn sind Pakete mit Parkplätzen vorgesehen.

«Was die Bushaltestellen betrifft, sind wir nach wie vor der Meinung, dass Fahrbahnhaltestellen das Richtige sind», betonte Lukas Fischer. Für diese Lösung spricht nach Ansicht der Planer nicht nur, dass sie Verbesserungen im Ablauf des Busbetriebes bringt, sondern dass sie zu mehr Sicherheit führt und schliesslich gegenüber anderen Lösungen geringere Kosten nach sich zieht.

Im Bereich der Einmündung der Holzgasse - die teilweise im Aufwertungsperimeter liegt - sollen die bestehenden Verkehrsinseln entfernt und die Kurvenradien angepasst werden. Zudem soll dieser Bereich mit vier Bäumen zu einer Art Dorfplatz aufgewertet werden.

Inseln für sicheren Schulweg

«Geprüft worden ist auch eine Ausweitung der Tempo-30-Zone», sagte Lukas Fischer. «Man ist aber zur Ansicht gelangt, dass das etwas überrissen wäre.» Allerdings sollen zur Sicherung der Schulwege zwei Übergänge über die Hauptstrasse mit asymmetrischen Inseln versehen werden.