Hirschen
Private Thermalquelle inklusive

In den Kleinen Bädern in Ennetbaden beginnt demnächst der Bau der Badresidenz Hirschen. Der Bau einer neuen Badresidenz ist unlängst bewilligt worden. Sie wird in der «blauen Stadt» neue Massstäbe setzen.

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Hirschen Baden

Hirschen Baden

Schweiz am Sonntag

von Roman Huber

Deutlich mehr als nur exklusiv, sondern Wohnen auf höchstem Niveau, dazu je nach Bedarf ein massgeschneiderter Hotelservice, Café und Restaurant im Erdgeschoss, das Hotel für die eigenen Gäste, Wellness à la discretion und die private Thermalquelle im Haus, all das ist an der Badstrasse angesagt. Die Wohnungen selber lassen kaum Wünsche offen, was die Materialisierung sowie die Ausstattung anbetrifft. Wer allerdings für die 20 Eigentumswohnungen in den Sack greift, muss dies tief tun: Für die Wohnungen mit mehr als zweieinhalb Zimmern blättert man mehr als eine Million Franken hin, für viereinhalb sinds dann schon fast anderthalb.

Investor Werner Eglin, der sich mit Heinz Wetter je zur Hälfte am Aktienpaket der Badresidenz Hirschen AG beteiligt, ist überzeugt, dass bei der entsprechenden Klientel ein Bedürfnis für solch exklusiven Wohnraum vorhanden ist. Er dürfte recht bekommen: Fünf Wohnungen sind bereits reserviert. Schon der Standort ist besonders, ja sogar historisch, an der verkehrsbefreiten Badstrasse Ennetbaden, mit den Rebbergen im Rücken und demzufolge der Sonne, aber auch der rauschenden Limmat zugewandt.

Das spezielle, mutige Projekt ist punkto Bädernutzungen der erste grosse Wurf im Renaissance-verdächtigen Bädergebiet. Es erinnert unmittelbar an die «blaue Stadt», wie die Vision eines auferstandenen Bäderquartiers vor einigen Jahren noch kolportiert wurde. Der Impuls, der von dieser Badresidenz ausgehen wird, reicht über die bisherige Bedeutung des Bäderquartiers als Wellness- und Gesundheitsort für medizinische Nutzungen hinaus. Eine neue Ära ist angesagt.

Was die Exklusivität des neuen «Hirschen» ausmacht, sind weder die hochwertigen Wohnungen noch der Blick über die Limmat hinweg, sondern der Luxus und die Privilegien, die der Bewohner in Anspruch nehmen kann. Da ist einmal die Wellnessanlage direkt im Haus mit vier «Spa-Cottages» (Wellness-Abteilen), wo das Thermalwasser mit 47 Grad Celsius aus der hauseigenen Thermalquelle sprudelt. Ferner gibt es einen Hotelservice, der vom Botengang über die Kinoreservation bis zum Hüten des Haustieres reicht. Acht Zimmer und sechs loftartige Suiten umfasst das Hotelangebot. Café und Restaurant sind öffentlich zugänglich und sollen zum Verweilen an der Limmatpromenade einladen.

Für die Architektur des Gebäudes zeichnet das Badener Büro Atelier West verantwortlich. Die Badresidenz (total gegen 30 Mio. Franken) folgt als geknickter Längskörper der Limmat. Das Besondere: Die Obergeschosse sind zum Teil von hinten her erschlossen. Räumlich gestaffelt ist die Verglasung, die Ecken sind ausgerundet. Die Loggien geben zusätzliche Aufenthaltsqualität. Energetisch (Minergie-Standard) wird das Haus über eine Wärmepumpe von der Therme beheizt. Betrieblich wird es dem «Limmathof» angegliedert.

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