Rumänien

Prinz Radu von Rumänien zieht sich aus Wahlkampf zurück

Prinz Radu kandidiert doch nicht

Prinz Radu kandidiert doch nicht

Prinz Radu von Rumänien und von Hohenzollern-Veringen hat seine Kandidatur für die Ende November geplante Präsidentschaftswahl in Rumänien zurückgezogen.

Der Schwiegersohn von Ex-König Michael I. erklärte, es sei zwar ermutigend, dass zwölf Prozent der Rumänen für ihn stimmen würden, jedoch fehle ihm die Unterstützung der Wirtschaft, der "Koryphäen der Zivilgesellschaft" und der Medien.

Mit seinem Rückzug werde der rumänische Wahlkampf zu einem "Kampf zwischen Clans" werden, sagte der 48-Jährige weiter, der früher unter seinem Geburtsnamen Radu Duda als Schauspieler aufgetreten ist. 1996 hatte er Prinzessin Margareta, die Tochter des rumänischen Ex-Königs, geheiratet.

Der Prinz kritisierte die politische Klasse Rumäniens scharf. Der aktuelle Staatspräsident Traian Basescu habe "die Privatisierung des rumänischen Staats begonnen" und "der künftige Präsident wird diese fortsetzen".

Duda hatte seine Kandidatur für das Präsidentenamt am 9. April bekanntgegeben. Die Wahl findet am 22. November statt. Duda stammt aus einer Arztfamilie im nordrumänischen Iasi und studierte Theater und Film in Bukarest.

Nach seiner Heirat mit Prinzessin Margareta hängte er den Schauspielerberuf an den Nagel, widmete sich den Militärwissenschaften, wo er auch seinen Doktor machte. Zwischen 2002 und 2008 war Prinz Radu Sondergesandter der rumänischen Regierung. Die Monarchie hat in Rumänien kaum noch Anhänger.

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