Calmy-Rey beglückwünschte Thinley zu den wichtigen demokratischen Entwicklungen in seinem Land, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Dazu gehören die ersten Parlamentswahlen 2007 und 2008 und das Inkrafttreten der ersten Verfassung in dem Königreich.

Die Aussenministerin erinnerte daran, dass die Schweiz in Bhutan seit den 1960er-Jahren Entwicklungshilfe leistet. Von 1983 bis 2006 gehörte Bhutan zu den Schwerpunktländern der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Derzeit unterstützt die DEZA vor allem Programme im Bereich der guten Regierungsführung, um das kleine Binnenland beim Übergang zur Demokratie zu unterstützen. Für den Zeitraum 2008-2013 ist ein Beitrag von rund acht Millionen Franken vorgesehen.

Nachhaltige Entwicklung als Ziel

Bei ihrem Treffen unterhielten sich Calmy-Rey und Thinley auch über Umweltthemen und die Folgen des Klimawandels für Bergregionen. Die Schweiz unterstützt seit 20 Jahren das ICIMOD (International Centre for Integrated Mountain Development).

Das in Kathmandu (Nepal) ansässige Zentrum setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung der Bergregionen in acht Staaten der Himalaya-Region ein, unter anderem in Bhutan.

Nach seinem Gespräch mit Bundesrätin Calmy-Rey traf der Premierminister von Bhutan Bundespräsidentin Doris Leuthard im Rahmen eines Höflichkeitsbesuchs. Am Sonntag war Thinley bereits mit Umweltminister Leuenberger in Zürich zusammengekommen.