Schweiz

Präsidium: Das neue SP-Duo bekommt 30 Prozent mehr Lohn als Levrat

Mattea Meyer und Cédric Wermuth werden als Parteipräsidenten mit je 40'000 Franken jährlich entschädigt.

Mattea Meyer und Cédric Wermuth werden als Parteipräsidenten mit je 40'000 Franken jährlich entschädigt.

Die Parteileitung der SP hat beschlossen, den Lohn des Präsidiums anzuheben. Mit der Erhöhung ist die sozialdemokratische Partei nun diejenige, die ihre Chefs am besten entschädigt.

Je 40'000 Franken (inklusive Spesen) jährlich bekommt das neue Führungsduo der SP Schweiz. Das hat die Parteileitung beschlossen, wie Cédric Wermuth im Interview mit CH Media bestätigt. Der Aargauer Nationalrat wird zusammen mit der Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer am 18. Oktober voraussichtlich zu den neuen Co-Präsidentnen der SP Schweiz gewählt. Eine Gegenkandidatur gibt es nach dem Rückzug des Duos Priska Seiler Graf und Mathias Reynard Stand jetzt nicht.

Der bisherige SP-Präsident Christian Levrat wurde mit 50'000 Franken plus 10'000 Franken Spesen entschädigt. Das Salärbudget für Wermuth und Meyer von total 80'000 Franken hat die SP also um gut 33 Prozent aufgestockt. Wermuth betont: «An dieser Entscheidung waren wir übrigens richtigerweise nicht beteiligt. Wir Kandidierenden wurden danach informiert.»

Die SP entschädigt ihre Führung am besten von allen Parteien. Im Gegensatz zu den Sozialdemokraten machen aber nicht alle die genaue Entlöhnung ihrer Präsidenten publik. FDP-Präsidentin Petra Gössi erhält etwas weniger als 50'000 Franken gemäss Angabe der Partei. Ähnlich ist die Gehaltslage bei der CVP. Bei den Grünen ist es noch ungenauer. Die Rede ist von einem tiefen fünfstelligen Betrag. Das Pensum fürs Präsidium wird bei den Parteien auf rund 50 Prozent geschätzt. In der Realität liegt es aber meist höher.

Bei der SVP bekommt der Präsident offiziell gar nichts. Früher verdiente er noch 50'000 Franken, bis der Lohn 2009 gestrichen wurde. Ob die SVP auch deswegen Mühe hat, einen geeigneten Nachfolger von Albert Rösti als Parteipräsident zu finden, ist unklar. Andreas Glarner und Alfred Heer, welche beide kandidieren, betonen zwar, sie würden es gratis machen. Die Findungskommission der SVP sucht aber weiter nach Kandidaten, weil die beiden offensichtlich nicht erste Wahl sind.

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