Sri Lanka

Präsidentenpartei gewinnt bei Parlamentswahl in Sri Lanka

Offizielle Wahlhelfer mit versiegelten Wahlzettel

Offizielle Wahlhelfer mit versiegelten Wahlzettel

Die regierende Vereinte Volks-Freiheitsallianz (UPFA) hat die erste Parlamentswahl in Sri Lanka seit dem Ende des Bürgerkrieges gewonnen. Nach Angaben der Wahlbehörde kam die Partei von Präsident Mahinda Rajapakse nach Auszählung der meisten Wahlkreise auf 117 Sitze.

Dies sind vier Sitze mehr als für die absolute Mehrheit nötig. Unklar blieb angesichts der noch nicht ausgezählten Stimmen und eines komplizierten Nominierungsystems der Parteien, ob die UPFA die von ihr angestrebte Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht.

Die UPFA lab am Abend (Ortszeit) bei 60,4 Prozent der Stimmen. Die grösste Oppositionspartei, die Vereinte Nationalpartei (UNP) von Ex-Premierminister Ranil Wickremesinghe, kam nur auf knapp 30 Prozent. Die Bürger wählten 225 Abgeordnete für eine sechsjährige Legislaturperiode.

Nach Angaben der Wahlbehörde muss die Wahl vom Donnerstag in zwei Wahlkreisen des südasiatischen Inselstaats wegen Unregelmässigkeiten wiederholt werden.

Rajapakse hatte im Wahlkampf damit geworben, dass unter seiner Regierung die Tamilen-Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) im Mai vergangenen Jahres militärisch besiegt und der Bürgerkrieg nach mehr als 25 Jahren beendet wurde.

Seine Gegner werfen ihm zunehmend diktatorische Züge vor. Bei der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit ist der Präsident jedoch wegen des Sieges über die Tamilen sehr beliebt.

Angesichts der Vielzahl von Oppositionsformationen galt der Sieg von Rajapakses Freiheitsallianz schon vor dem Wahlgang als sicher. Sollte die Regierungspartei eine Zwei-Drittel-Mehrheit erringen könnte Rajapakse die Verfassung ändern lassen und so die Möglichkeit für die Kandidatur zu einer dritten Amtszeit erhalten.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1