Der ENSI-Rat hat die Aufgabe als interne Aufsichtsbehörde die Arbeit der ENSI zu beaufsichtigen. Nun bestehe dieser Rat hauptsächlich aus Kernkraftbefürwortern, schreiben die Jungen Grünen Schweiz in einer Mitteilung. Eine unabhängige und neutrale Beobachtung sei aus diesem Grund nicht möglich.

Martin Neukom, Präsident der Partei, hat nun genug. Die Befürworter und Gegner der Kernkraft sollen beide eingebunden werden. Nach mehrmaliger Kritik am ENSI will er selbst dem Rat beitreten. Als Mechatronik-Ingenieur bringe er breite technische Kenntnisse mit.

Neuwahlen Ende 2011

«Durch zwei weitere Kernkraftkritiker wäre der ENSI-Rat ausgeglichen und könnte seine Aufsichtsperson über das ENSI vollumfänglich wahrnehmen», sagen die Jungen Grünen. Sie fordern Doris Leuthard (Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) auf, den ENSI-Rat neu zu wählen.

Neuwahlen des unabhängigen Gremiums sind Ende Jahr wieder fällig. Dann endet die 4-jährige Legislatur-Periode. Der Bundesrat wählt einen neuen sechsköpfigen Rat.

Ob Martin Neukom als Mechatronik-Ingenieur Chancen auf einen Sitz im Rat hat? Bewerben kann sich jedermann, heisst es beim ENSI. Vorausgesetzt man bringt das nötige Know-how mit. (ldu)