Die ETH Zürich und die ETH Lausanne seien herausragende Universitäten, sagt John Hennessy, Präsident der amerikanischen Elite-Universität Stanford und Verwaltungsrat bei Google, im Interview mit der Zeitung „Schweiz am Sonntag“. Dass ein so kleines Land gleich zwei der besten technischen Universitäten Europas hervorgebracht habe, sei herausragend. „Das ist eine unglaubliche Demonstration der Schweizer Bildungsstärke.“

Auch die Schweizer Studenten seien bemerkenswert aufmerksam. Nie habe er eine Vorlesung in Zürich gehalten und musste mitansehen, wie ein Student sein iPhone zückt. „Davon könnten sich die Amerikaner eine Scheibe abschneiden.“

Bei Sponsorengelder sieht er einen Wandel. Europa setzte stark auf die Finanzierung durch den Staat, das habe bisher gut funktioniert. Trotzdem müssten nun auch Schweizer Universitäten Sponsoring in Betracht ziehen und sich die Frage stellen: „Brauchen wir mehr Drittmittel oder können wir uns auch die nächsten 30 Jahre auf die Regierung verlassen? Denn es dauert Jahrzehnte, bis die Spender-Mentalität in einer Hochschule verankert ist“, sagt Hennessy.