Das sei ein Zuschauerrekord, hiess es am Sonntag beim Medienzentrum der Lauberhorn-Rennen auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bei fast wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein verfolgten rund 38'000 Menschen die Abfahrt mit dem Schweizer Sieger Beat Feuz am Samstag vor Ort.

Grosse Teile der Abfahrtsstrecke am Lauberhorn sind vom Skigebiet aus erreichbar und entlang der Piste sind mehrere Grossbildschirme aufgestellt. 20'000 Personen kamen schon am Freitag, 8000 waren es am Sonntag. Im vergangenen Jahr besuchten total rund 62'000 Personen die Lauberhorn-Rennen. Von grösseren Zwischenfällen wussten die Organisatoren nicht zu berichten.

Bis zu zwei Stunden Wartezeit

Einen Grosseinsatz leisteten auch die Jungfraubahnen, welche die Menschenmenge in das autofreie Wengen und ins Skigebiet brachte. Für den grössten Anlass in der Jungfrau-Region seien alle verfügbaren Züge - 29 an der Zahl - im Einsatz gestanden, sagte Simon Bickel, Sprecher der Jungfraubahnen, der sda.

Dank eines neuen doppelspurigen Abschnitts sei der Takt ab Lauterbrunnen auf 20 Minuten verkürzt worden. Dennoch mussten sich die Besucher gedulden: Die Wartezeit betrug am Samstag in Lauterbrunnen fast zwei Stunden und in Grindelwald ungefähr eineinhalb Stunden.

Obwohl mehr Zuschauer gekommen seien, seien die Wartezeiten vergleichbar mit den vergangenen Jahren, sagte Bickel. Der Betrieb sei reibungslos verlaufen. Schon im Vorfeld transportierten die Jungfraubahnen ausserdem rund 1000 Tonnen Material in die Berner Oberländer Skistation.

Für das Lauberhorn-Rennen liess der Zürcher Lichtkünstler Gerry Hofstetter nochmals die Beleuchtung der Jungfrau-Nordwand erstrahlen. Die Aktion, bei der Hofstetter ein Schweizer Kreuz und andere Sujets an den Berg projiziert, ist Teil der Feierlichkeiten für das 100-Jahr-Jubiläum der Jungfraubahnen.