Konsumentenschutz
PR-technisch eher ungünstig: Mitarbeiter von Möbelfirma attackieren TV-Team des «Kassensturz»

Das Geschäftsgebaren von «Nativo» steht derzeit unter keinem guten Stern: In den Foren von Konsumentenmagazinen häufen sich die Klagen über die Praktiken der Möbel-Firma, die Unternehmung sorgt für negative Schlagzeilen.

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Mitarbeiter der Möbelfirma «Nativo» gingen das TV-Team tätlich an.

Mitarbeiter der Möbelfirma «Nativo» gingen das TV-Team tätlich an.

screenshot kassensturz/srf

Nun haben Mitarbeiter der Firma aus Regensdorf (ZH) mit einem Angriff auf ein TV-Team des SRF-Konsumentenmagazins «Kassensturz» ein klassisches Eigentor geschossen. Bei Dreharbeiten gingen zwei Männer, einer davon ist nach Angaben der TV-Redaktion der Geschäftsführer, die Fernsehmacher tätlich an.

Der Zwischenfall ereignete sich vor dem Showroom von «Nativo» in Regensdorf: Ein Mann attackierte den Kameramann und versuchte, ihm die Kamera zu entreissen, ein zweiter Mann entriss dem «Kassensturz»-Reporter Unterlagen. Wie SRF mitteilt, versuchte das Unternehmen später, die Ausstrahlung des Berichts mittels superprovisorischer Verfügung zu verhindern. Das ist ein gängiges Mittel, um die Publikation investigativer Recherche zu verhindern.

Die Konsumentensendung rückt «Nativo» in die Nähe anderer Möbelfirmen, über die sich Kunden wegen langer Wartezeiten oder nie gelieferter Waren beschwerten. Auffallend ist demnach, dass die gleichen Personen bei mehreren dieser Firmen involviert waren oder sind und dass die Firmen häufig schon nach kurzer Zeit Konkurs gingen. «Nativo» liess dem Kassensturz über einen Anwalt mitteilen, dass bei einem Rücktritt des Kunden die Anzahlung stets geleistet werde. Andere Fälle seien nicht bekannt. Den Vergleich mit den konkursiten Firmen wies «Nativo» zurück. (tat/trs)