Attentat von Zug
PR-Berater Klaus J. Stöhlker ist in Zug unerwünscht

Zuger Politiker fühlen sich vom Zürcher PR-Unternehmer Klaus J. Stöhlker wegen seiner Äusserungen über das Zuger Attentat vor den Kopf gestossen. Jetzt ist Stöhlker Persona non grata am Zugersee.

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PR-Berater Klaus J. Stöhlker (Archiv)

PR-Berater Klaus J. Stöhlker (Archiv)

Rolf Jenni

SVP-Regierungsrat Heinz Tännler hat ein Referat an einem Anlass Stöhlkers im gepflegten Hotel Waldheim in Risch ZG abgesagt, wie er gegenüber der «NZZ am Sonntag» bestätigt. Gastgeber Sepp Schriber annulierte daraufhin die geplanten «Feierabendgespräche» über Schönheit und Luxus, eine vierteilige Veranstaltungsreihe.

In einem Brief an die Gäste begründete er dies mit «Pietät gegenüber allen betroffenen Personen».

Stöhlker beleidigt Zuger erneut

Auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» zeigte Stöhlker kein Verständnis, sondern beleidigte die Zuger erneut: «Ich habe die kleinbürgerliche Reaktion der Zuger Gesellschaft allerdings unterschätzt. Der Vorgang bietet Stoff für eine Gottfried Kellersche oder eine Friedrich Dürrenmattsche Erzählung.»

Stöhlker hatte am 3. Oktober 2011 in seinen Blog geschrieben, beim Zuger Attentat vor zehn Jahren habe ein guter Freund seine Frau mitten in einer Kampfscheidung verloren. «Dies erleichterte viel», schrieb Stöhlker.

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