Quartalsergebnis

PostFinance schraubt Konzerngewinn der Post in die Höhe

Die Post wirtschaftet rentabel (Symbolbild)

Die Post wirtschaftet rentabel (Symbolbild)

Die Post hat in den ersten drei Quartalen 2009 einen Konzerngewinn von 553 Mio. Franken erwirtschaftet, 11,5 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2008. Für den Zuwachs sorgte hauptsächlich PostFinance. Die Menge der beförderten Briefe sank erneut.

Der Betriebsertrag des gesamten Post-Konzerns sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 160 Millionen (2,5 Prozent) auf 6,31 Milliarden Franken. Bei PostMail wirkte sich die per 1. Juli 2009 gesenkten Tarife und auch die Wirtschaftskrise aus, wie die Schweizerische Post mitteilte.

Die Menge der adressierten Briefe sank von Januar bis September gegenüber 2008 um 4,9 Prozent. Statt auf Papier werden Nachrichten vermehrt elektronisch versandt, und Sendungen werden häufiger zusammengelegt. Die Zahl der Pakete blieb annähernd stabil.

Wegen des Rückgangs passte die Post Personalressourcen und Organisation an. Im Vergleich zu 2008 verfügte PostMail über rund 750 Stellen weniger. Wesentlicher Grund dafür ist nach Angaben eines Sprechers die Schliessung bisheriger Brief-Sortierzentren und die Eröffnung der neuen Sortierzentren.

PostFinance steigerte ihr Ergebnis um 76 Prozent auf 351 Millionen Franken. Gründe sind der überdurchschnittliche Zuwachs an Kunden und an Kundengeldern und die im Vergleich zu 2008 deutlich geringeren Wertberichtigungen.

Verglichen mit dem Durchschnitt von 2008 steigerte der Finanzdienstleister der Post die verwalteten Vermögen in den ersten neun Monaten 2009 von 53,2 auf rund 72,3 Milliarden Franken. Diese Zahlen hatte er vor einer Woche bekanntgegeben.

Bei den verwalteten Vermögen hatte das stürmische Wachstum des ersten Halbjahres nachgelassen. Anfang Jahr hatte PostFinance von den unsicheren Finanzmärkten profitiert.

Die Post forderte in der Vergangenheit wiederholt eine Banklizenz für PostFinance, damit diese selbständig Finanzdienstleistungen anbieten kann. Der Entwurf für ein neues Postgesetz sieht eine solche Lizenz aber nicht vor. Er befindet sich derzeit in der parlamentarischen Beratung.

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